Halbe: Kaiserbahnhof und Esperanto-Stacio öffnen zum Tag des offenen Denkmals

Besucherinnen und Besucher können dabei zwei außergewöhnliche Orte kennenlernen, die auf unterschiedliche Weise mit der Geschichte der Eisenbahn und internationalen Verbindungen verbunden sind. Neben historischen Führungen stehen freie Rundgänge, eine Fotoausstellung, Mitmachangebote und ein kleiner Imbiss auf Spendenbasis auf dem Programm.
Führungen durch den Kaiserbahnhof
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Rundgängen durch den Kaiserbahnhof Halbe. Willi Schwabe führt zu drei verschiedenen Zeiten durch das historische Gebäude und gibt Einblicke in dessen preußische Vergangenheit.
Der Bahnhof wurde 1865 als Empfangsstation für Wilhelm I. errichtet. Von dort aus starteten der Kaiser und seine Nachfolger zu Hofjagden in der Märkischen Schweiz. Entworfen wurde das Bauwerk vom Architekten August Orth, der unter anderem als einer der Pioniere der Berliner Stadtbahn gilt.
Nach dem Ende der Monarchie im Jahr 1918 geriet das Anwesen zunehmend in Verfall. Eine umfassende Restaurierung erfolgte ab 2015 durch die Architektin Zappe und den Investor Peter Macky. Dabei blieben historische Fehlstellen bewusst erhalten, um den ursprünglichen Charakter des Gebäudes sichtbar zu lassen.
Die Führungen beginnen um 10:30, 13:30 und 15:30 Uhr und dauern jeweils rund 60 Minuten. Treffpunkt ist der Eingang des Kaiserbahnhofs.
Esperanto-Stacio verbindet Kultur und internationale Bewegung
Direkt neben dem Kaiserbahnhof befindet sich die Esperanto-Stacio. Der ehemalige Bahnhof wurde ebenfalls 1865 als Teil der Eisenbahnverbindung Berlin–Breslau/Wrocław errichtet und ist heute eine internationale Veranstaltungs- und Kulturstätte.
Kurse, Workshops, Festivals, Ausstellungen und weitere kulturelle Angebote machen den Ort zu einem Treffpunkt der Esperanto-Bewegung. Die internationale Sprache Esperanto steht dabei für Verständigung über Ländergrenzen hinweg.
Auch während des Denkmaltages gibt es dort ein abwechslungsreiches Programm. Astrid Osenbrück vom Naturpark Dahme-Heideseen informiert gemeinsam mit der Künstlerin Jana Malin über den Naturpark sowie über die in ihrer Fotoausstellung präsentierten Wölfe und Füchse. Die kurzen Vorträge beginnen um 11:45, 14:45 und 16:45 Uhr und dauern jeweils etwa 20 Minuten. Im Anschluss kann die Ausstellung besichtigt werden.
Naturpark informiert über Natur und Kultur
Der Naturpark Dahme-Heideseen ist mit einem Informationsstand vor dem Kaiserbahnhof vertreten. Dort erhalten Interessierte Informationen zur Region sowie zu den beiden geöffneten Denkmälern.
Für Kinder und Erwachsene gibt es außerdem verschiedene Aktivangebote. Dazu gehören Puppentheater-Workshops und Vorführungen in der Esperanto-Stacio sowie ein Umweltbildungsangebot des Naturparks.
Eine besondere Tradition wird um 16 Uhr fortgesetzt. Gemeinsam mit Naturparkleiter Carsten Preuß wird am Eingang des Kaiserbahnhofs ein Maulbeerbaum gepflanzt.
Rundgänge und Rahmenprogramm ohne Anmeldung
Beide Denkmäler können während der Öffnungszeit auch eigenständig erkundet werden. Ergänzend zur Fotoausstellung werden verschiedene Mitmachangebote angeboten. Für das leibliche Wohl sorgt ein kleiner Imbiss mit herzhaften und süßen Speisen auf Spendenbasis.
Für die freien Rundgänge und das Rahmenprogramm ist keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme an den Führungen und den weiteren Angeboten erfolgt auf Spendenbasis.
Tickets für die Führungen sind vorab erhältlich. Tickets für die Führungen
Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals und zum Naturpark Dahme-Heideseen gibt es unter Naturpark Dahme-Heideseen.
Programm am Sonntag
10:30, 13:30 und 15:30 Uhr: Führung mit Willi Schwabe durch den Kaiserbahnhof Halbe
11:45, 14:45 und 16:45 Uhr: Vorträge von Astrid Osenbrück und Jana Malin in der Esperanto-Stacio mit anschließendem Besuch der Fotoausstellung
16 Uhr: Pflanzung eines Maulbeerbaums mit Naturparkleiter Carsten Preuß
Von 10 bis 17 Uhr sind außerdem freie Rundgänge durch beide Gebäude, die Fotoausstellung von Jana Malin, Puppentheater-Angebote, Aktivitäten für Klein und Groß, Umweltbildung sowie der Informationsstand des Naturparks möglich.
Seit seiner Festsetzung im Jahr 1989 beteiligt sich der Naturpark Dahme-Heideseen am Tag des offenen Denkmals. An wechselnden Orten werden dabei historische Bauwerke und weitere Kulturdenkmale der Region vorgestellt. In Verbindung mit der Natur vermitteln sie Einblicke in die Entwicklung der vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft.



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