Landkreis Dahme-Spreewald: Fischerei liefert regionale Lebensmittel und stärkt ländlichen Raum

Gerade im Landkreis Dahme-Spreewald spielt die Nutzung der zahlreichen Seen und Gewässer eine besondere Rolle. Die Region ist durch eine Vielzahl von Wasserflächen geprägt, die sowohl wirtschaftlich als auch für Freizeit, Erholung und Naturschutz von Bedeutung sind.
Fischerei verbindet Tradition und moderne Bewirtschaftung
„Unsere vielen Seen, Flüsse und Teiche prägen nicht nur das Landschaftsbild Brandenburgs – sie sind Lebensraum, Wirtschaftsgrundlage und zugleich Orte, mit denen viele Menschen ganz persönliche Erinnerungen und Emotionen verbinden“, sagte Nickisch.
Die Erwerbsfischerei produziere nachhaltige und hochwertige Lebensmittel aus der Region und schaffe damit Wertschöpfung im ländlichen Raum. Zugleich verbinde sie Tradition und moderne Bewirtschaftung mit wirtschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
Für den Landkreis Dahme-Spreewald ist diese Verbindung besonders relevant. Die Gewässer der Region gehören zu den prägenden Landschaftselementen und bieten zugleich Lebensräume für zahlreiche Fischarten. Neben der beruflichen Fischerei kommt dem Angeln eine wichtige Bedeutung zu.
Mehr als 100.000 Hektar Wasserflächen in Brandenburg
Brandenburg verfügt über rund 100.000 Hektar Wasserflächen. Etwa 73.000 Hektar davon werden für die Erwerbs- und Angelfischerei genutzt beziehungsweise bewirtschaftet. Hinzu kommen rund 3.000 Seen, etwa 30.000 Kilometer Fließgewässer und zahlreiche Teiche.
Besonders bekannt ist die Lausitzer Teichlandschaft. Bei Peitz befindet sich mit rund 3.500 Hektar bewirtschafteter Teichfläche das größte zusammenhängende Teichgebiet Europas.
In Brandenburg gibt es rund 90 Haupterwerbsbetriebe sowie 52 Neben- und Zuerwerbsbetriebe. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1.000 Tonnen Fisch gefangen. Die 31 Aquakulturbetriebe des Landes erzielten zusätzlich einen Ertrag von 735 Tonnen Speisefisch.
Angeln bleibt beliebtes Freizeitangebot
Neben der Erwerbsfischerei spielt auch die Angelfischerei eine wichtige Rolle. Rund 146.000 Anglerinnen und Angler gibt es im Land Brandenburg.
Nach Angaben des Landwirtschaftsstaatssekretärs entdecken insbesondere junge Menschen das Angeln zunehmend für sich. Dabei gehe es nicht nur um die Freizeitgestaltung. Kinder und Jugendliche lernten zugleich die heimische Fisch- und Gewässerfauna, Fragen des Naturschutzes sowie regionale Produkte kennen.
Erleichterungen gibt es künftig für jüngere Angler. Im Zuge des Bürokratieabbaus wurde die Fischereiabgabe für Personen unter 14 Jahren abgeschafft. Außerdem dürfen Kinder unter acht Jahren künftig in Begleitung eines Erwachsenen angeln.
Bedeutung auch für den Landkreis Dahme-Spreewald
Für den Landkreis Dahme-Spreewald bedeutet die Verbindung aus Erwerbsfischerei, Angeln, Naturschutz und Tourismus einen wichtigen Bestandteil der regionalen Entwicklung. Fisch aus heimischen Gewässern steht dabei nicht nur für ein regionales Lebensmittel, sondern auch für eine jahrhundertealte Nutzung der märkischen Gewässer.
Staatssekretär Nickisch betonte, dass gerade das Zusammenspiel verschiedener Interessen die besondere Bedeutung der Fischerei ausmache. Sie verbinde wirtschaftliche Nutzung und Erholung mit dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und trage damit zur Wertschöpfung in Brandenburgs ländlichen Räumen bei.



Kommentare (0)