Waltersdorf: Neue Anschlussstelle „Waltersdorf-Nord“ an der A117 eröffnet

Neue Verbindung zum BER
Die Planungen für eine zusätzliche Anschlussstelle reichen bis ins Jahr 2006 zurück. Angestoßen wurde das Vorhaben von der Gemeinde Schönefeld selbst. Ziel war es, die Gewerbestandorte östlich des Flughafens besser an das übergeordnete Straßennetz anzubinden und gleichzeitig die angrenzenden Ortsteile vom Verkehr zu entlasten.
Eine wichtige Funktion übernimmt der neue Anschluss auch für die Erreichbarkeit des Flughafens Berlin Brandenburg. Über „Waltersdorf-Nord“ und die geplante beziehungsweise bereits im Bau befindliche Transversale soll künftig eine zusätzliche Verbindung zwischen der A117 und dem BER entstehen.
Damit steht Verkehrsteilnehmern insbesondere bei hohem Verkehrsaufkommen auf der A113 eine weitere Route zum Flughafen zur Verfügung. Bereits jetzt kann die Verbindung vom neuen Autobahnanschluss bis zum Kreisverkehr an der Waltersdorfer Allee genutzt werden. Die Strecke führt durch den entstehenden Unternehmerpark über den Kiefernweg, Am Kiessee und die Bohnsdorfer Allee.
Gemeinde trägt die Kosten
Neben den Auf- und Abfahrten zur A117 wurden rund 1.000 Meter Erschließungsstraße einschließlich Nebenanlagen gebaut. Hinzu kommen eine Kreisverkehrsanbindung an die L400 sowie zwei Brückenbauwerke.
Die Gemeinde Schönefeld hatte die Errichtung der Anschlussstelle aus eigenem Antrieb veranlasst und übernimmt deshalb auch die vollständigen Kosten. Bund und Land beteiligten sich nicht an der Finanzierung.
Das erforderliche Planfeststellungsverfahren wurde durch das Land Brandenburg, vertreten durch den Landesbetrieb Straßenwesen, im Auftrag und im Namen der Gemeinde durchgeführt. An der Planung und Umsetzung waren außerdem die Autobahn GmbH und die Deutsche Bahn beteiligt.
Hentschel sieht Investition in die Zukunft
Bürgermeister Christian Hentschel bezeichnete das Projekt als wichtige Investition für die Kommune und die gesamte Flughafenregion.
„Diese Anschlussstelle ist eine Investition in die Zukunft. Ich wünsche mir, dass wir diese neue Verbindung nicht nur als verkehrliche Anbindung verstehen, sondern als Verbindung in eine gute Zukunft unserer Kommune und unserer gesamten Region“, erklärte Hentschel.
Für eine erfolgreiche Entwicklung der Flughafenregion sei es notwendig, die Aufgaben gemeinsam anzugehen. Dabei müssten Bund, Land, Landkreis und Kommunen an einem Strang ziehen, so der Bürgermeister.
Minister sieht bessere Verkehrsanbindung
Auch Infrastrukturminister Robert Crumbach hob die Bedeutung des neuen Autobahnanschlusses für die Region hervor.
„Mit der Anschlussstelle Waltersdorf-Nord verbessern wir die Verkehrsanbindung im Umfeld des BER spürbar. Sie erschließt die Gewerbestandorte östlich des Flughafens besser, entlastet die angrenzenden Ortsteile und schafft eine zusätzliche Route zum BER“, sagte Crumbach.
Zugleich dankte der Minister den beteiligten Behörden und Unternehmen, die das komplexe Vorhaben über mehrere Jahre begleitet und umgesetzt haben.
Kosten von mehr als 29 Millionen Euro
Nach dem Stand von Dezember 2025 beliefen sich die Planungskosten auf rund 600.000 Euro. Für den Bau wurden rund 28,598 Millionen Euro veranschlagt.
Einen Teil dieser Summe erhält die Gemeinde von der DB InfraGO AG zurück. Rund 15,2 Millionen Euro der Baukosten werden durch das Unternehmen erstattet.



Kommentare (0)