Landkreis Dahme-Spreewald: Tarifabschluss im Großhandel bringt Beschäftigten mehr Geld
Mehr Geld in zwei Stufen
Ab dem 1. August 2026 steigen die Entgelte um 2,9 Prozent. Eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent folgt zum 1. Mai 2027. Damit wird zugleich verhindert, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Berlin und Brandenburg gegenüber Beschäftigten in anderen Teilen Deutschlands schlechtergestellt werden.
Besonders für die unteren Entgeltgruppen ist die Anhebung des tariflichen Mindestlohns relevant. Dieser liegt 2026 bei mindestens 14,20 Euro pro Stunde und steigt 2027 auf mindestens 14,90 Euro.
Streiks erhöhen den Druck
Ver.di bewertet den Abschluss als Erfolg der Beschäftigten. Während der Tarifauseinandersetzung hatten Streiks den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht. „Das ist ein Erfolg, der nur durch den Druck der Streiks möglich wurde“, erklärte Franziska Foullong, Verhandlungsführerin von ver.di für den Großhandel. Nach ihren Angaben sei es zugleich gelungen, den tariflichen Mindestlohn von 14,20 Euro für 2026 durchzusetzen und für das Folgejahr mindestens 14,90 Euro zu sichern.
Eine geplante Verschiebung der ersten Entgelterhöhung um zwei Monate gegenüber den Tarifabschlüssen im übrigen Bundesgebiet konnte ebenfalls verhindert werden. Die 2,9 Prozent mehr Geld gelten deshalb bereits rückwirkend ab dem 1. August 2026.
Auch Auszubildende profitieren
Für Nachwuchskräfte sieht die Vereinbarung ebenfalls Verbesserungen vor. Ihre Vergütung steigt 2026 um 40 Euro und wird 2027 nochmals um 30 Euro angehoben.
Vereinbart wurde eine Laufzeit von 24 Monaten. Für den Großhandel im Landkreis Dahme-Spreewald bedeutet die Einigung damit mehr Planungssicherheit bei den Einkommen. Der tarifliche Mindestlohn dürfte insbesondere für Beschäftigte mit niedrigeren Einkommen spürbare Auswirkungen haben.
Im Berliner und Brandenburger Einzelhandel steht hingegen weiterhin ein Tarifabschluss aus.

