Königs Wusterhausen: 175.000 Euro für die Sanierung des Mast 17

Die Sanierung des 210 Meter hohen Mast 17 auf dem Funkerberg nimmt Fahrt auf. Das Land Brandenburg stellt für den ersten Bauabschnitt 175.000 Euro bereit.
Die Sanierung des 210 Meter hohen Mast 17 auf dem Funkerberg nimmt Fahrt auf. Das Land Brandenburg stellt für den ersten Bauabschnitt 175.000 Euro bereit.

Insgesamt soll das historische Wahrzeichen von Königs Wusterhausen bis Ende 2028 denkmalgerecht instandgesetzt werden. Die Kosten werden derzeit auf rund 3,3 Millionen Euro geschätzt.

Neue Fundamente für die Abspannseile

Der erste Förderbescheid ist inzwischen bei der Stadt Königs Wusterhausen und der Entwicklungs- und Betreibergesellschaft Funkerberg (EBEG) eingegangen. Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum übernimmt 70 Prozent der Kosten für den ersten Bauabschnitt.

Dabei werden die Fundamente für alle neun Pardunen erneuert. Die Abspannseile des Mastes erhalten jeweils neue Fundamente, die hinter den bestehenden Anlagen entstehen. Die mehr als 100 Jahre alten Originalfundamente bleiben erhalten.

Rund 250.000 Euro kostet dieser erste Schritt. Die Arbeiten sollen bis Ende November abgeschlossen sein. Die hohe Förderquote wertet die Stadt als wichtiges Signal für die weiteren, deutlich teureren Maßnahmen.

Abspannseile werden komplett ausgetauscht

Im zweiten Bauabschnitt stehen die Pardunen selbst im Mittelpunkt. Bis Februar 2028 sollen sämtliche Abspannseile ausgetauscht und an die heutigen technischen Anforderungen angepasst werden. Auch ihre Befestigungen am Mast werden überarbeitet.

Noch umfangreicher wird anschließend der dritte Bauabschnitt. Dabei soll der Korrosionsschutz der gesamten Stahlkonstruktion erneuert werden. Dafür muss der Mast auf seiner gesamten Höhe von 210 Metern entlackt, eingehend geprüft und anschließend neu beschichtet werden.

Für die in den kommenden Jahren geplanten Arbeiten wurden bereits Unternehmen gebunden.

Fertigstellung Ende 2028 geplant

Nach aktuellem Zeitplan soll die komplette Sanierung im November 2028 abgeschlossen sein. Rund 3,3 Millionen Euro werden dann in den Erhalt des technischen Denkmals geflossen sein.

Für Königs Wusterhausen ist das Projekt von besonderer Bedeutung. Der Mast 17 steht nicht nur für die Geschichte des Funkerbergs, sondern erinnert zugleich an die Entwicklung des Rundfunks in Deutschland. Mit der Sanierung sollen die Standsicherheit und der langfristige Erhalt des Wahrzeichens gewährleistet werden. Ziel ist eine weitere Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren.

Die EBEG prüft derzeit, ob für die weiteren Bauabschnitte zusätzliche Fördermittel beantragt werden können. Die Stadt Königs Wusterhausen ist als Eigentümerin zum Erhalt des Denkmals verpflichtet.

EBEG betreibt den Funkerberg

Die Entwicklungs- und Betreibergesellschaft mbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Königs Wusterhausen. Sie kümmert sich um den Betrieb und die Bewirtschaftung der städtischen Gebäude und Anlagen auf dem Funkerberg.

Zugleich hat die EBEG die Aufgabe, die Geschichte des Ortes als „Wiege des deutschen Rundfunks“ zu vermitteln. Der Mast 17 ist dabei eines der markantesten Zeugnisse dieser Rundfunkgeschichte.

Die Sanierung des 210 Meter hohen Mast 17 auf dem Funkerberg nimmt Fahrt auf. Das Land Brandenburg stellt für den ersten Bauabschnitt 175.000 Euro bereit.
Die Sanierung des 210 Meter hohen Mast 17 auf dem Funkerberg nimmt Fahrt auf. Das Land Brandenburg stellt für den ersten Bauabschnitt 175.000 Euro bereit.
Dieser Artikel wurde 326-mal aufgerufen.

Kommentare (0)