Deutsch Wusterhausen: SV Merkur Kablow-Ziegelei erlebt beim ersten Testspiel einen bitteren Auftakt (mit Fotogalerie)

Interimscoach Andreas Kemnitz (M.) setzt sich im Laufduelle gegen zwei Akteure des Gastgebers durch.
Interimscoach Andreas Kemnitz (M.) setzt sich im Laufduelle gegen zwei Akteure des Gastgebers durch.

Für die Gäste war die Partie vor allem eine erste Standortbestimmung auf dem Weg in die neue Spielklasse.

Deutsch Wusterhausen legt früh vor

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und sorgten bereits in der Anfangsphase für klare Verhältnisse. Steve Neundorf traf in der 10. und 11. Minute gleich doppelt. Noch vor der Pause legte er seinen dritten Treffer nach (34.). Kevin Lemke erhöhte kurz vor dem Seitenwechsel auf 4:0 (45.).

Auch nach der Pause blieb die Partie fest in der Hand der Deutsch Wusterhausener. Tobias Weiland traf in der 50. Minute zum 5:0, nur zwei Minuten später erhöhte Paul Ludwig auf 6:0. Derselbe Spieler setzte in der 76. Minute mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt.

Aufsteiger nicht in Bestbesetzung

Für Merkur war die Aufgabe zusätzlich dadurch erschwert, dass mehrere Spieler fehlten. Torjäger Fynn Müller stand verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Dazu kamen drei bis vier weitere Akteure, die sich noch im Urlaub befanden.

Gleichzeitig nutzte der Aufsteiger die Begegnung, um sich taktisch neu zu sortieren. Erstmals wurde wieder mit einer Viererkette gespielt. Außerdem rückten zwei A-Junioren in die Mannschaft und sammelten ihre ersten Erfahrungen im Männerbereich.

Auch auf der Bank gibt es derzeit eine Übergangslösung. Cheftrainer Daniel Buhlmann nimmt aus persönlichen Gründen zunächst bis Ende September eine Auszeit. Andreas Kemnitz übernimmt deshalb vorerst die Verantwortung und wird die Mannschaft auch in den ersten vier Saisonspielen betreuen. Anschließend soll Buhlmann wieder das Kommando übernehmen.

„Wir müssen uns erst einmal wieder finden“

Dass unter diesen Voraussetzungen noch nicht alles reibungslos funktionieren konnte, war dem Trainer bewusst. Eigentlich wollte er selbst gar nicht auf dem Platz stehen, musste wegen der angespannten Personalsituation aber als Spieler aushelfen.

„Wir haben das System umgestellt und spielen jetzt erstmals wieder mit einer Viererkette. Dazu kommen zwei A-Jugendliche, die hochgekommen sind. Wir müssen uns erst einmal wieder finden“, erklärte Kemnitz nach der Partie.

Vor allem körperlich sieht der Interimscoach noch Nachholbedarf. „Wir merken, dass wir fitnessmäßig einfach noch hinten dranhängen“, sagte er. Auch den Klassenunterschied habe man auf dem Platz gesehen.

Ergebnis soll nicht überbewertet werden

Trotz der deutlichen Niederlage wollte der 7:0-Erfolg der Gastgeber bei Merkur niemand überbewerten. Schließlich steckt die Mannschaft erst seit drei Wochen in der Vorbereitung und muss sich nach dem Aufstieg ohnehin an die neuen Anforderungen gewöhnen.

„Es ist noch ein bisschen Arbeit“, lautete das nüchterne Fazit des Interimscoachs. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Testspielergebnisse nur bedingt Aussagekraft besitzen. Für den Aufsteiger geht es in den kommenden Wochen deshalb vor allem darum, die neuen Abläufe zu festigen, körperlich zuzulegen und die Mannschaft für den Saisonstart einzuspielen.

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Interimscoach Andreas Kemnitz (M.) setzt sich im Laufduelle gegen zwei Akteure des Gastgebers durch.
Interimscoach Andreas Kemnitz (M.) setzt sich im Laufduelle gegen zwei Akteure des Gastgebers durch.
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AfD

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