Königs Wusterhausen: Martina Klement informiert sich über Zukunftspläne des Hafens

Im Mittelpunkt standen dabei Pläne für den Ausbau des Containerumschlags, die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts und neue Perspektiven für den Tourismus auf dem Nottekanal.
Zweites Containerterminal im Blick
LUTRA-Geschäftsführer Michael Fiedler stellte der Ministerin die Pläne für die nächste Ausbaustufe des Hafens vor. Nachdem 2023 mit Fördermitteln aus dem Kohleausstieg ein zusätzliches Gleis für den Containerumschlag entstanden war, sind die Kapazitäten bereits wieder nahezu ausgeschöpft.
Nun sollen die ehemaligen Kohlegleise auf der Südseite des Hafens für den Containerverkehr umgebaut werden. Fiedler sieht darin die Chance, den Standort zu einem intermodalen Tor zur Lausitz auszubauen. Unternehmen in Baruth, Grünheide und dem Süden Brandenburgs könnten so noch besser an den Hamburger Hafen und internationale Transportwege angebunden werden.
Erfolgreicher Wandel nach dem Kohleausstieg
Der Hafen hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Strukturwandel vollzogen. Während bis Ende 2017 vor allem Braunkohle aus der Lausitz für Berliner Kraftwerke umgeschlagen wurde, setzt der Standort heute auf moderne Logistik.
Container, Kies, Holz und Zementklinker gehören inzwischen zu den wichtigsten Umschlaggütern. Über Straße, Schiene und Wasser werden die Waren transportiert und je nach Zielort auf den passenden Verkehrsträger umgeladen – ein Alleinstellungsmerkmal des Hafens in Brandenburg.
Auf dem rund 70 Hektar großen Industrieareal haben sich inzwischen 34 Unternehmen mit rund 450 Beschäftigten angesiedelt. Freie Flächen gibt es derzeit nicht mehr, weshalb bereits eine Erweiterung des Hafens vorbereitet wird.
Nottekanal soll touristisch aufgewertet werden
Neben der wirtschaftlichen Entwicklung sprach Michael Fiedler mit der Ministerin auch über den Nottekanal. Nach seiner Auffassung fehlt für eine stärkere touristische Nutzung vor allem die Sanierung der Schleuse in Königs Wusterhausen.
Sie soll künftig nicht nur muskelbetriebene Boote, sondern auch leise Elektroboote passieren lassen und damit neue Möglichkeiten für den Wassertourismus schaffen. Fiedler bezeichnete das Vorhaben als mögliches Pilotprojekt für Brandenburg. Wirtschaftsministerin Martina Klement zeigte sich offen für die Idee und erklärte: „Es wird schon gelingen.“
Rundgang über das Hafengelände
Zum Abschluss ihres Besuchs verschaffte sich die Ministerin bei einem Rundgang einen Eindruck von den Unternehmen auf dem Hafengelände. Dabei erläuterte LUTRA-Geschäftsführer Michael Fiedler die Potenziale des Standorts, der durch seine direkte Anbindung an Wasserstraße, Schienennetz und Autobahn zu den wichtigsten Logistikdrehscheiben Brandenburgs zählt.








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