Dahme-Heideseen: Europäische Wildkatze erstmals im Naturpark nachgewiesen

Der Fund gilt als wichtiger Erfolg für den Artenschutz und unterstreicht die hohe ökologische Bedeutung der ausgedehnten Waldlandschaften in der Region.
Haare an Lockstab liefern eindeutigen Beweis
Der Nachweis gelang im Rahmen eines seit 2022 laufenden Monitorings. An einem mit Baldrianessenz präparierten Lockstab bei Briesen konnten Haare gesichert werden, die anschließend in einem wildtiergenetischen Labor eindeutig der Europäischen Wildkatze zugeordnet wurden.
Zwischen Februar und April kontrollieren Mitarbeitende des Naturparks wöchentlich mehr als ein Dutzend solcher Lockstäbe. Die Methode kommt vollständig ohne das Einfangen oder Markieren der Tiere aus und gilt daher als besonders schonend.
Indikator für intakte Waldlandschaften
Die Europäische Wildkatze ist auf große, zusammenhängende und möglichst störungsarme Waldgebiete angewiesen. Ihr Vorkommen gilt deshalb als wichtiger Hinweis auf eine hohe ökologische Qualität und eine gut vernetzte Landschaft.
Die gewonnenen Daten sollen nun in die Weiterentwicklung von Schutzmaßnahmen und Managementplänen einfließen. Dabei arbeitet die Naturparkverwaltung unter anderem mit der Jägerschaft und Waldbesitzenden zusammen.
Art bleibt trotz Erfolg weiterhin gefährdet
Der erfreuliche Nachweis bedeutet jedoch nicht, dass die Wildkatze dauerhaft gesichert ist. Zu den größten Gefahren zählen weiterhin die Zerschneidung von Lebensräumen, der Straßenverkehr sowie eine hohe Sterblichkeit bei Jungtieren.
Um die Art langfristig zu schützen, setzt der Naturpark auf Maßnahmen wie die bessere Vernetzung von Waldgebieten, Grünbrücken über Verkehrswege und den Erhalt naturnaher Waldstrukturen.
Naturpark bittet um Hinweise aus der Bevölkerung
Die Naturparkverwaltung ruft Beobachter, Jäger sowie Nutzer von Wildkameras dazu auf, mögliche Aufnahmen der Europäischen Wildkatze zu melden. Wichtig sind dabei ein möglichst genaues Datum sowie der Fundort. Solche Hinweise helfen dabei, das Monitoring weiter zu verbessern und weitere Vorkommen der streng geschützten Art im Naturpark Dahme-Heideseen zu dokumentieren.










Kommentare (0)