Logo

Feuerwehren im Kampf gegen die Gefahr: Phosphorbombe in Kleinziethen entschärft

Regionales
  • Erstellt: 15.05.2024 / 16:00 Uhr von PS
In einem koordinierten Einsatz haben die Feuerwehren von Waßmannsdorf, Großziethen und Waltersdorf eine potenziell gefährliche Situation entschärft, als sie eine Phosphorbombe auf einem Feld in der Nähe der B96 Kreuzung, Höhe Kleinziethen, entdeckten.

Hauptbrandmeister Christian Schneemann aus Waßmannsdorf berichtete von dem Vorfall und den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Gefahr zu bannen.

"Es handelte sich um eine Phosphorbombe, die vermutlich bei Ackerarbeiten aufgerissen wurde und anfing zu qualmen", erklärt er. "Nachdem wir die Phosphorbombe mit Sand abgedeckt und abgesperrt hatten, haben wir die Ansatzstelle der Polizei übergeben."

Phosphorbomben sind gefährliche Brandbomben, die bei Kontakt mit Wasser sprühen und ernsthafte Verletzungen verursachen können. "Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass Phosphorbomben keine Explosionsbomben sind, sondern bei Berührung immense Schäden verursachen können", warnt Schneemann.

Eine Phosphorbombe enthält ein Gemisch aus weißem Phosphor, Rohbenzin und Kautschuk. Weißer Phosphor ist äußerst reaktiv und entzündet sich selbstständig bei Kontakt mit Luftsauerstoff. Die daraus resultierende Flamme brennt mit hoher Temperatur und setzt gesundheitsschädlichen weißen Rauch frei.

"Zum Löschen brennenden Phosphors ist Sand die beste Option, da brennender weißer Phosphor nach dem Löschen erneut entzündlich ist", erklärt Schneemann weiter.

Die Feuerwehren von Waßmannsdorf, Großziethen und Waltersdorf arbeiteten gemeinsam daran, die Gefahr zu beseitigen und die Sicherheit in der Region wiederherzustellen. "Es ist wichtig, dass die Bevölkerung sich bewusst ist, dass es noch viele Kampfmittel in den ländlichen Regionen gibt", betont Schneemann. "Wenn verdächtige Gegenstände entdeckt werden, ist es wichtig, die Polizei zu verständigen und den Bereich zu meiden."

Phosphorbomben wurden während des Krieges als Brandbomben und Nebelkampfstoffe eingesetzt, um Schaden anzurichten und Feinde zu bekämpfen. Die Feuerwehren von Waßmannsdorf, Großziethen und Waltersdorf haben einmal mehr bewiesen, dass sie schnell und effektiv auf solche gefährlichen Situationen reagieren können, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Bilder

Die Phosphorbombe. Foto: FFW Waßmannsdorf
Dieser Artikel wurde bereits 751 mal aufgerufen.

Werbung