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Biberburg in Zeuthen zerstört: Bürgermeister Philipp Martens verurteilt Vandalismus scharf

Regionales
  • Erstellt: 08.06.2024 / 07:00 Uhr von EB
Die Gemeinde Zeuthen informiert über die aktuelle Situation rund um das Bibervorkommen im nördlichen Bereich des Ebbegrabens. Seit einiger Zeit hat sich dort ein Biber angesiedelt und eine Biberburg errichtet, was zu einer Aufstauung des südlich gelegenen Erlengrunds geführt hat.

Diese Entwicklung steht im Einklang mit den geplanten Maßnahmen der Gemeinde. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden wurde eine künstliche Aufstauung des Erlengrunds veranlasst, um dem Austrocknen des Gebiets entgegenzuwirken. Diese Maßnahme wird von einem Fachbüro begleitet und mittels Monitoring ausgewertet. Bürgermeister Philipp Martens erklärte dazu: „Dabei ist es uns besonders wichtig, dass durch die Aufstauung keine Gebäude beeinträchtigt werden.“

Die Monitoring-Daten zeigen, dass der höchste Wasserstand zwischen Mitte Januar und Anfang März verzeichnet wurde. Seitdem, insbesondere seit Mai, sinkt der Wasserspiegel wieder. Martens betonte: „Selbst zum Zeitpunkt des höchsten Wasserstandes lag dieser 20 cm unterhalb der Unterkante von (Keller)Bodenplatten. Somit war zu keiner Zeit eine Gefährdung der Gebäude gegeben.“

Am vergangenen Wochenende (01./02.06.) wurde die Biberburg mutwillig zerstört. „Als Gemeinde verurteilen wir solche Handlungen aufs Schärfste“, sagte Martens. Eingriffe in ökologische Systeme, insbesondere in Lebensräume streng geschützter Arten wie dem Biber, werden als inakzeptabel betrachtet. Die Gemeinde distanziert sich zudem von spekulativen Beschuldigungen über die möglichen Täter.

Die Gemeinde Zeuthen wird das Gebiet des Erlengrunds weiterhin intensiv monitoren und verfolgt das Ziel, nachhaltige Lebensräume für Flora, Fauna und Mensch zu schaffen, die möglichst harmonisch koexistieren können.

Der Landkreis Dahme-Spreewald plant, eine Allgemeinverfügung zur Vergrämung des Bibers im Bereich des Selchower Flutgrabens zu erlassen. Die Gemeinde Zeuthen bewertet solch einen Eingriff als kritisch und hat eine ablehnende Stellungnahme abgegeben. „Derzeit ist nicht bewiesen, dass der Selchower Flutgraben seine Funktion nicht richtig ausüben kann“, sagte Martens. „Wir sind davon überzeugt, dass mit dem richtigen Willen auch hier die Funktionalität des Flutgrabens im Einklang mit dem Lebensraum des Bibers vereinbar ist.“

Bilder

Bürgermeister Philipp Martens.
Am vergangenen Wochenende wurde die Biberburg mutwillig zerstört. Foto: Gemeinde Zeuthen
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