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Neue Hundehalterverordnung im Landkreis Dahme-Spreewald in Kraft

Regionales
  • Erstellt: 03.07.2024 / 13:00 Uhr von PS
Seit Anfang Juli 2024 gilt im Landkreis Dahme-Spreewald eine neue Hundehalterverordnung (HundehV), die erhebliche Änderungen für alle Hundebesitzer mit sich bringt. Diese Regelungen betreffen alle Städte und Gemeinden im Landkreis, einschließlich der Stadt Mittenwalde.

Die Stadt Mittenwalde informiert ihre Bürgerinnen und Bürger über die wichtigsten Neuerungen. Eine der bedeutendsten Änderungen ist der Wegfall der bisherigen Rasselisten. Anstatt bestimmte Hunderassen pauschal als gefährlich einzustufen, wird nun die Gefährlichkeit eines Hundes individuell beurteilt. „Diese Änderung ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, da sie auf das Verhalten des einzelnen Hundes und nicht auf die Rasse abzielt“, erklärt ein Sprecher der Stadtverwaltung.

Kennzeichnungspflicht und Leinenzwang

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Kennzeichnungspflicht. Alle Hunde, die älter als acht Wochen sind, müssen mit einem Mikrochip-Transponder gekennzeichnet werden. Diese Maßnahme soll die Rückverfolgbarkeit und Identifikation von Hunden erleichtern. „Die Kennzeichnungspflicht ist entscheidend für den Schutz und das Wohl der Tiere sowie der Öffentlichkeit“, so ein Vertreter des Ordnungsamtes.

In öffentlichen Versammlungen, Einkaufszentren und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Hunde an der Leine geführt werden. Zusätzlich ist in öffentlichen Verkehrsmitteln das Tragen eines Maulkorbs verpflichtend. Diese Regelung soll für mehr Sicherheit in stark frequentierten Bereichen sorgen.

Einschränkungen für öffentliche Bereiche

Hunde dürfen ab sofort nicht mehr auf Kinderspielplätze, Liegewiesen und öffentliche Badestellen mitgenommen werden. Diese Mitnahmeverbote dienen dem Schutz von Kindern und anderen Menschen, die sich in diesen Bereichen aufhalten. „Wir möchten sicherstellen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger in öffentlichen Bereichen sicher und wohl fühlen können“, betont der Sprecher des Ordnungsamtes.

Besondere Vorschriften für gefährliche Hunde

Gefährliche Hunde müssen ausbruchssicher gehalten werden und beim Führen außerhalb des eingefriedeten Besitztums einen Maulkorb tragen. Zudem bedarf die Haltung gefährlicher Hunde einer speziellen Erlaubnis der örtlichen Ordnungsbehörde. Verstöße gegen die Verordnung können mit Geldbußen bis zu 25.000 Euro geahndet werden. „Die strengen Auflagen für gefährliche Hunde sind notwendig, um das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken“, so ein Sprecher der Stadtverwaltung.

Die Stadt Mittenwalde bittet alle Hundehalter, sich mit den neuen Regelungen vertraut zu machen und diese zu befolgen, um die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Ordnungsamt der Stadt Mittenwalde.

Zur ordnungsbehördlichen Verordnung über das Halten und Führen von Hunden: [Klick]

Bilder

Foto: Stadt Mittenwalde
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