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Ein Sieg für den Trainer: Heidesee verabschiedet Christian Voigt mit Gänsehaut (mit Fotogalerie)

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  • Erstellt: 15.12.2025 / 08:00 Uhr von JB
Der Schlusspfiff hallte noch über den Platz, da war längst klar: Dieses 3:1 gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen II war mehr als ein gewöhnlicher Heimsieg in der Herren-Liga Dahme/Fläming. Es war ein emotional aufgeladener Nachmittag, geprägt von Dankbarkeit, Stolz und leiser Wehmut.

Für den Heideseer SV endete mit diesem Erfolg eine Ära – und die Mannschaft sorgte dafür, dass dieser Moment in Erinnerung bleibt.

Vor 38 Zuschauern setzte sich Heidesee mit 3:1 (1:1) durch, überwintert mit 33 Punkten auf Rang drei und schließt die Hinrunde deutlich über den eigenen Erwartungen ab. Drei Zähler zum Abschluss, ein Platz in der Spitzengruppe – und ein letzter gemeinsamer Jubel mit dem Mann, der den Verein über Jahre geformt und geprägt hat.

Zäher Beginn, offener Schlagabtausch

Die Partie begann allerdings alles andere als ideal für die Gastgeber. Die Reserve aus Miersdorf und Zeuthen trat mutig auf, suchte früh den Weg nach vorne und kam gerade in der Anfangsphase zu mehreren Abschlüssen. Heidesee wirkte zunächst unsortiert, fand nur selten Zugriff und kam selbst kaum gefährlich vor das gegnerische Tor.

Kurz vor der Pause dann dennoch der Führungstreffer: Jan Gedicke war in der 45. Minute zur Stelle und brachte den HSV in Front. Doch die Antwort der Gäste folgte umgehend. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte unterlief Jeremy-Tim Fraundorf ein unglückliches Eigentor (47.). Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es in die Kabinen – alles war wieder offen.

Deutliche Steigerung nach klarer Ansprache

Was nach dem Seitenwechsel folgte, war ein spürbar veränderter Auftritt. Heidesee agierte aggressiver, kompakter und deutlich entschlossener. Zweikämpfe wurden angenommen, zweite Bälle erobert, die Ordnung stimmte. Die Hausherren zeigten genau jene Bereitschaft, die zuvor gefehlt hatte.

Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. In der 56. Minute brachte Miles Kettner die Gastgeber erneut in Führung. Spätestens jetzt kippte das Momentum endgültig auf die Seite des HSV, der das Geschehen zunehmend kontrollierte und den Gegner in intensive Duelle zwang.

Ein Tor, das alles ausdrückte

Die Szene des Tages folgte in der 64. Minute. Marco Timiu Micera traf zum 3:1 – und rannte anschließend direkt zur Seitenlinie. Statt ausgiebigem Jubel mit den Mitspielern suchte er den unmittelbaren Kontakt zu dem Mann, der ihn und das Team über Jahre begleitet hatte. Micera fiel ihm in die Arme, drückte ihn fest. Wenige Augenblicke später schloss sich die gesamte Mannschaft an.

Dieser Moment sagte mehr als jede Statistik. Er zeigte, wie schwer es der Mannschaft fiel, diesen letzten gemeinsamen Auftritt zu bestreiten – und wie groß die Dankbarkeit für die vergangenen Jahre war. Hier jubelte kein Team für einen Treffer, sondern für eine gemeinsame Geschichte.

Reife zweite Hälfte, verdienter Erfolg

In der Schlussphase ließ Heidesee nichts mehr anbrennen. Die Gäste waren gezwungen, mehr zu riskieren, während der HSV auf Umschaltsituationen lauerte – ein Spielstil, der den Gastgebern liegt. Mit hoher Konzentration, stabiler Defensive und klugen Laufwegen brachte Heidesee den Vorsprung sicher über die Zeit.

Der Erfolg war Ausdruck einer starken zweiten Hälfte und zugleich Sinnbild für die Entwicklung der gesamten Saison. Elf Siege, nur drei Niederlagen und 33 Punkte sprechen eine klare Sprache. Besonders positiv: die Fortschritte bei ruhenden Bällen, die lange Zeit als Schwachstelle galten und inzwischen zu einer echten Waffe geworden sind.

Stolz, Dankbarkeit – und leise Traurigkeit

Nach dem Abpfiff wurde es stiller. Der Moment des Abschieds ließ sich nicht wegjubeln. Das letzte Verlassen der Kabinen, der letzte Rundgang über den Platz – all das ging sichtbar nicht spurlos vorbei. Trotz aller Zurückhaltung war spürbar, wie sehr dieser Abschnitt nachwirkt.

Zurück bleibt ein gefestigter Verein, eine eingespielte Mannschaft und ein Fundament, das weit über Tabellenplätze hinausreicht. Viele Menschen haben diesen Weg mitgetragen, sich mitnehmen lassen und Verantwortung übernommen – genau das machte diese Entwicklung möglich.

Kontinuität an der Seitenlinie

Sportlich ist der Übergang bereits geregelt. Künftig trägt Patrick Kaletsch allein die Verantwortung an der Linie. Der bisherige Co-Trainer kennt Mannschaft, Strukturen und Umfeld bestens und steht für Kontinuität. Der Wechsel erfolgt ohne Bruch – passend zu einem Verein, der in den vergangenen Jahren vor allem durch Stabilität und Zusammenhalt gewachsen ist.

Nun verabschiedet sich der Heideseer SV in die Winterpause. Am 8. Februar 2026 wartet mit dem SV Wacker Motzen die nächste Aufgabe. Dann beginnt ein neues Kapitel. Doch dieser 3:1-Erfolg gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen II wird bleiben: als sportlicher Abschluss einer starken Hinrunde – und als emotionaler Beweis dafür, was in Heidesee entstanden ist.


Zu den Fotos der Partie: [Klick]

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Die Szene des Tages folgte in der 64. Minute. Marco Timiu Micera traf zum 3:1 – und rannte anschließend direkt zur Seitenlinie. Statt ausgiebigem Jubel mit den Mitspielern suchte er den unmittelbaren Kontakt zu dem Mann, der ihn und das Team über Jahre begleitet hatte. Micera (Nummer 11) fiel ihm in die Arme, drückte ihn fest. Wenige Augenblicke später schloss sich die gesamte Mannschaft an. 
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