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Landkreis Dahme-Spreewald: Waldbrandsaison startet – hohe Gefahr schon im März
Regionales
Erstellt: 03.03.2026 / 16:00 Uhr von PS
Mit Beginn des Monats März hat in Brandenburg offiziell die Waldbrandsaison begonnen. Für den Landkreis Dahme-Spreewald bedeutet das: erhöhte Aufmerksamkeit.
Schon jetzt wird in den meisten Regionen die mittlere Waldbrandgefahrenstufe 3 ausgerufen – die anhaltende Trockenheit verschärft die Lage früh im Jahr.
Brandenburg zählt zu den Risikoregionen
Brandenburg gehört bundesweit zu den Ländern mit dem höchsten Waldbrandrisiko und der größten Zahl an Brandereignissen. Gründe sind die standörtlichen Besonderheiten und die Waldstruktur – große, oft reine Kiefernflächen gelten als besonders anfällig für Feuer.
Auch im Landkreis Dahme-Spreewald mit seinen ausgedehnten Waldgebieten ist das Risiko entsprechend hoch. Forstleute und Feuerwehren arbeiten deshalb eng zusammen, um Brände frühzeitig zu erkennen und schnell einzudämmen. In den vergangenen Jahren ist es gelungen, die betroffenen Flächen insbesondere in kampfmittelunbelasteten Wäldern meist gering zu halten.
Im Jahr 2025 registrierte Brandenburg insgesamt 305 Waldbrände. Rund 247 Hektar Fläche waren betroffen.
Waldbrandzentralen überwachen Lage
Seit März werden die Waldbrandgefahrenstufen täglich aktualisiert und auf der Internetseite des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz veröffentlicht. Grundlage sind Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes, der die Gefahrenstufen landkreisscharf ermittelt.
Parallel dazu sind die beiden Waldbrandzentralen des Landesbetriebs Forst Brandenburg in Wünsdorf und Eberswalde je nach Lage besetzt. Sie koordinieren im Ernstfall die Maßnahmen und unterstützen die Einsatzkräfte vor Ort.
Laubmischwälder als natürlicher Brandschutz
Neben der schnellen Brandbekämpfung rückt zunehmend die Prävention in den Fokus. Die wirksamste und zugleich kostengünstigste Maßnahme ist der Umbau reiner Kiefernwälder hin zu strukturreichen Laubmischwäldern. Sie gelten als weniger brandanfällig und können die Ausbreitung von Feuer deutlich bremsen.
Voraussetzung dafür sind geeignete Rahmenbedingungen – unter anderem angepasste Wildbestände, damit junge Laubbäume natürlich nachwachsen können. Dieser Waldumbau ist langfristig angelegt, wird jedoch als zentraler Baustein des vorbeugenden Waldbrandschutzes gesehen.
Investitionen in Wege und Löschwasser
Ergänzend setzt das Land auf technische Vorsorge. Dazu gehören instandgesetzte Waldwege, die im Ernstfall eine schnelle Zufahrt ermöglichen, sowie ausreichend Löschwasserentnahmestellen.
Im Jahr 2025 wurden durch Pachtverträge des Landesbetriebs Forst Brandenburg im Privatwald 90 neue Löschwasserbrunnen gebaut. Weitere sollen 2026 folgen. Zudem fördert das Land die Instandsetzung von Wegen mit bis zu 90 Prozent der Kosten. Waldbrandschutzstreifen, -riegel und Löschwasserentnahmestellen werden sogar zu 100 Prozent gefördert.
Für den Landkreis Dahme-Spreewald heißt das: Neben der Aufmerksamkeit jedes Einzelnen ist eine stabile Infrastruktur entscheidend, um Brände möglichst früh zu stoppen – bevor aus einem Funken ein Flächenbrand wird.
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