Die Saison 2025/26 ist abgeschlossen, doch beim SV Prieros Dahme bleibt das Gefühl, dass mehr dahintersteckt als ein einfacher vierter Tabellenplatz in der Volleyball-Regionalliga.
Für einen Aufsteiger ist dieses Ergebnis zweifellos ein Erfolg. Wer jedoch genauer hinschaut, erkennt eine Spielzeit, die von Entwicklung, Widerständen und vielen engen Entscheidungen geprägt war.
Enge Spiele als roter Faden
Schon der Auftakt deutete an, wohin die Reise gehen würde. Ein knapper Sieg gegen Dessau, spielerisch nicht überzeugend, aber genau die Art von Erfolg, die über eine lange Saison hinweg entscheidend sein kann.
Ganz anders das Derby gegen Schulzendorf: Ein Spiel auf Augenhöhe, das erst im Tie-Break entschieden wurde – und am Ende verloren ging. Solche Begegnungen hinterlassen Spuren, sportlich wie mental.
Dem gegenüber stehen dominante Auftritte wie das klare 3:0 gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen II. Spiele, in denen alles zusammenpasst und sichtbar wird, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.
Improvisation als Dauerzustand
Konstanz war über weite Strecken ein Luxus, den sich das Team nicht leisten konnte. Verletzungen, Ausfälle und immer wieder veränderte Aufstellungen zwangen die Mannschaft zum Umdenken.
Phasenweise fehlten zentrale Positionen, Spieler mussten ungewohnte Rollen übernehmen, eingespielte Abläufe wurden auf die Probe gestellt. Doch anstatt daran zu zerbrechen, entwickelte sich genau daraus eine Stärke: Flexibilität und Zusammenhalt.
Die Mannschaft reagierte nicht mit Unsicherheit, sondern mit Anpassung – und wuchs an diesen Herausforderungen.
Entwicklung sichtbar – Woche für Woche
Mit jedem Spiel wurde deutlicher, dass sich hier mehr formt als nur eine konkurrenzfähige Mannschaft. Aus einer Gruppe von Einzelspielern entwickelte sich Schritt für Schritt ein funktionierendes Team, das gegen jeden Gegner bestehen kann.
Der vierte Platz ist deshalb nicht nur ein Ergebnis, sondern Ausdruck dieser Entwicklung. Ein Beleg dafür, dass sich Einsatz, Lernfähigkeit und mannschaftliche Geschlossenheit auszahlen.
Unterstützung als entscheidender Faktor
Ein nicht zu unterschätzender Anteil am Erfolg kommt von außerhalb des Feldes. Ob in der Halle, bei Auswärtsspielen oder im Stream – die Unterstützung war konstant spürbar und hat dem Team in engen Situationen zusätzliche Energie gegeben.
Kein Stillstand: Der Blick geht nach vorne
Auch wenn die Saison offiziell beendet ist, bleibt es nicht lange ruhig. Mit dem Landespokal Ende Mai wartet bereits das nächste sportliche Ziel.
Parallel dazu richtet sich der Fokus schon auf die kommende Spielzeit. Die Grundlagen sind gelegt, die Entwicklung ist sichtbar – und der Anspruch ist klar: Anknüpfen, weiter wachsen und den nächsten Schritt machen.
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