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Königs Wusterhausen: Geflügelseuche breitet sich weiter aus – 130.000 Tiere betroffen

Regionales
  • Erstellt: 09.04.2026 / 08:00 Uhr von EB
Die Ausbreitung der Newcastle-Krankheit im Landkreis Dahme-Spreewald erreicht eine neue Dimension.

Nachdem bereits mehrere Ausbrüche seit Anfang März gemeldet worden waren, ist das Virus nun auch im letzten Betriebsteil in Zernsdorf nachgewiesen worden. Betroffen sind rund 130.000 Tiere.

Die zuständige Behörde reagierte umgehend: Für den gesamten Bestand wurde die tierschutzgerechte Tötung angeordnet. Parallel dazu laufen die epidemiologischen Untersuchungen weiter, um die Ausbreitungswege des Virus nachvollziehen zu können.

Schutzmaßnahmen deutlich ausgeweitet

Mit dem neuen Ausbruch wurde auch das bestehende Schutzkonzept angepasst. Die Behörden haben die bestehenden Restriktionszonen erweitert, sodass sich neue Schutz- und Überwachungsbereiche nun teilweise mit bereits bestehenden Gebieten überschneiden.

Zur Schutzzone zählen neben der Stadt Königs Wusterhausen mehrere Ortsteile sowie die Stadt Wildau. Deutlich größer fällt die Überwachungszone aus, die zahlreiche weitere Gemeinden im Landkreis Dahme-Spreewald sowie angrenzende Gebiete umfasst – darunter Bestensee, Mittenwalde, Heidesee, Schönefeld, Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen. Auch Teile des Landkreises Oder-Spree und Berlin-Schmöckwitz sind betroffen.

Strenge Auflagen für Tierhalter

Für die betroffenen Regionen gelten ab sofort verschärfte Maßnahmen. Dazu zählt insbesondere eine konsequente Stallpflicht für Geflügel. Darüber hinaus ist es untersagt, Tiere, Fleisch, Eier oder Bruteier aus den betroffenen Gebieten zu verbringen.

Auch Veranstaltungen mit Geflügel – etwa Märkte, Ausstellungen oder Tierschauen – sind bis auf Weiteres verboten.

Behörden appellieren an Wachsamkeit

Die Veterinärbehörde ruft alle Tierhalter dazu auf, ihre Bestände genau zu beobachten. Bereits bei ersten Auffälligkeiten oder Krankheitssymptomen soll umgehend Kontakt mit dem zuständigen Amt aufgenommen werden.

Um die Bevölkerung kontinuierlich über neue Entwicklungen zu informieren, wurde zudem ein E-Mail-Verteiler eingerichtet: veterinaeramt@dahme-spreewald.de. So sollen aktuelle Maßnahmen und Veränderungen schnell kommuniziert werden.

Seuche bleibt ernsthafte Bedrohung

Die Newcastle-Krankheit gilt als hochansteckend und stellt für Geflügelbestände eine erhebliche Gefahr dar. Der aktuelle Ausbruch zeigt, wie schnell sich die Situation verschärfen kann – und wie weitreichend die Konsequenzen für die betroffenen Betriebe sind.

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Die Ausbreitung der Newcastle-Krankheit im Landkreis Dahme-Spreewald erreicht eine neue Dimension. Nachdem bereits mehrere Ausbrüche seit Anfang März gemeldet worden waren, ist das Virus nun auch im letzten Betriebsteil in Zernsdorf nachgewiesen worden. Betroffen sind rund 130.000 Tiere.
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