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Königs Wusterhausen baut Radverkehr aus: Neue Verbindung zwischen Senzig und Bindow

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 10.04.2026 / 11:00 Uhr von EB
Die Stadt Königs Wusterhausen treibt den Ausbau der Radinfrastruktur weiter voran. Mit einer neuen, provisorisch befestigten Verbindung zwischen Senzig und Bindow sowie moderner Beleuchtung entlang wichtiger Wege werden gleich mehrere Maßnahmen umgesetzt, die den Alltag für Radfahrer deutlich verbessern.

Neuer Radweg auf Brandschutzstreifen

Zwischen Senzig und dem Heideseer Ortsteil Bindow steht ab sofort eine neue Verbindung für den Rad- und Fußverkehr zur Verfügung. Möglich wurde dies durch die Befestigung eines bestehenden Brandschutzstreifens, der bislang nur eingeschränkt nutzbar war.

Auf einer Länge von rund 1,3 Kilometern wurde der Streifen mit einer Kiestragschicht stabilisiert. Dadurch kann er nun sicher befahren werden – und das mit ausreichend Abstand zur stark frequentierten Landesstraße L 40. Seine ursprüngliche Funktion als Brandschutzstreifen bleibt dabei vollständig erhalten.

Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch den Landkreis Dahme-Spreewald, der Fördermittel in Höhe von 24.000 Euro bereitstellte. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 80.000 Euro.

Übergangslösung mit Perspektive

Die jetzt geschaffene Verbindung ist als Zwischenlösung gedacht. Langfristig soll entlang der L 40 ein vollwertiger Radweg entstehen. Ein konkreter Zeitplan für dieses Vorhaben steht allerdings noch aus.

Der Impuls für die jetzige Umsetzung kam aus der Region selbst: Das Netzwerk Senzig sowie die Gemeinde Heidesee hatten sich im Vorfeld für eine Verbesserung der Verbindung eingesetzt.

Moderne Beleuchtung entlang der B 179

Parallel dazu wird auch die bestehende Radinfrastruktur weiter aufgewertet. Aktuell wird die Beleuchtung am Rad- und Gehweg entlang der B 179 – zwischen Chausseestraße und Luckenwalder Straße – fertiggestellt.

Auf rund 1,6 Kilometern wurden 47 neue Lichtpunkte installiert und vollständig neu verkabelt. Zum Einsatz kommt dabei das sogenannte „Clever-Light“-System: Die Beleuchtung reagiert auf Bewegung und erhöht automatisch die Lichtstärke, sobald sich Radfahrer oder Fußgänger nähern. Ohne Aktivität schaltet sie in einen energiesparenden Dämmerungsmodus.

Die Maßnahme kostet inklusive Planung rund 235.000 Euro und soll sowohl die Sicherheit erhöhen als auch Energieverbrauch und Lichtverschmutzung reduzieren.

Bereits bewährte Technik im Einsatz

Das intelligente Beleuchtungssystem ist in Königs Wusterhausen nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Radweg zwischen Senzig und der Kernstadt entsprechend ausgestattet. Die positiven Erfahrungen dort fließen nun in weitere Projekte ein.

Schrittweise Verbesserung der Mobilität

Mit den aktuellen Maßnahmen setzt die Stadt ihren Kurs fort, den Radverkehr gezielt zu stärken. Neue Verbindungen, bessere Sichtverhältnisse und innovative Technik sollen dazu beitragen, das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel attraktiver zu machen.

Auch wenn größere Projekte wie ein durchgehender Radweg entlang der L 40 noch auf sich warten lassen, zeigen die jetzigen Schritte: Der Ausbau erfolgt kontinuierlich – und mit konkretem Nutzen für die Menschen vor Ort.

Bilder

Der Brandschutzstreifen zwischen Senzig und Bindow wurde mit Schotter stabilisiert und kann jetzt von Radfahrer*innen sicher befahren werden. Foto: Stadt Königs Wusterhausen
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