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Schönefeld: Mehr Passagiere am BER – Krisen und Streik bremsen dennoch den Luftverkehr

Regionales
  • Erstellt: 10.04.2026 / 16:00 Uhr von PS
Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) verzeichnet im März steigende Passagierzahlen – doch hinter dem leichten Wachstum verbirgt sich eine angespannte Lage im Luftverkehr.

Internationale Krisen und ein Warnstreik haben deutliche Spuren hinterlassen.

Fast zwei Millionen Fluggäste im März

Mit rund 1,98 Millionen Passagieren konnte der BER im März 2026 ein leichtes Plus verbuchen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Anstieg von 1,2 Prozent. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeigt sich damit eine stabile Nachfrage im Reiseverkehr.

Weniger Flüge durch Krisen und Streik

Anders sieht es bei den Flugbewegungen aus: Insgesamt wurden etwa 14.700 Starts und Landungen registriert – ein Rückgang von 3,6 Prozent im Vergleich zum März 2025.

Ein wesentlicher Grund dafür ist die angespannte Lage im Nahen Osten. Zahlreiche Verbindungen in die Region wurden gestrichen. Betroffen waren unter anderem Flüge nach Doha, Dubai, Abu Dhabi, Tel Aviv und Beirut. Insgesamt fielen rund 450 Verbindungen aus.

Zusätzlich sorgte ein Warnstreik der Gewerkschaft ver.di am 18. März für erhebliche Einschränkungen. An diesem Tag konnten etwa 430 Flüge nicht planmäßig durchgeführt werden.

Deutlicher Rückgang beim Frachtaufkommen

Besonders stark traf es den Frachtverkehr. Im März wurden am BER rund 2.900 Tonnen Waren umgeschlagen – etwa ein Drittel weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Auch hier wirken sich die globalen Unsicherheiten sowie reduzierte Flugbewegungen direkt aus. Weniger Flüge bedeuten gleichzeitig geringere Kapazitäten für Fracht-Beiladungen.

Bilder

Grafik: BER
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