Insgesamt 74 ausgewertete Rückmeldungen liefern zwar kein repräsentatives Gesamtbild, geben jedoch aufschlussreiche Einblicke in den Alltag vieler Familien vor Ort.
Klassische Rollenverteilung weiterhin prägend Die Auswertung zeigt, dass die meisten befragten Haushalte als klassische Familien mit ein oder zwei Kindern organisiert sind. Auffällig ist dabei, dass die Sorgearbeit – insbesondere Kinderbetreuung und Haushalt – weiterhin überwiegend von Müttern übernommen wird. Dieses Muster verdeutlicht, dass der sogenannte Gender Care Gap auch in Schönefeld weiterhin eine Rolle spielt.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Einschränkungen Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf insgesamt als mittel bis gut. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass es an entscheidenden Stellen Verbesserungsbedarf gibt. Vor allem flexible und verlässliche Betreuungsangebote, insbesondere während der Ferienzeiten, werden als zentrale Voraussetzung für eine bessere Vereinbarkeit genannt.
Mobilität als zentrale Herausforderung Ein besonders kritischer Punkt ist die Mobilität. Zahlreiche Familien berichten von Einschränkungen durch unzureichende oder unzuverlässige Angebote im öffentlichen Nahverkehr. Lange Wege und fehlende Verbindungen führen dazu, dass viele im Alltag auf das Auto angewiesen sind. Die daraus resultierende zeitliche Belastung erschwert die Organisation von Familie, Beruf und Freizeit zusätzlich.
Wünsche an Infrastruktur und Lebensumfeld Neben der Mobilität rücken auch infrastrukturelle Themen in den Fokus. Viele Befragte wünschen sich mehr bezahlbaren Wohnraum sowie ein erweitertes Angebot an Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten. Spielplätze nehmen dabei eine zentrale Rolle als Treffpunkte ein, während andere Angebote offenbar weniger genutzt werden – möglicherweise aufgrund mangelnder Bekanntheit oder eingeschränkter Zugänglichkeit.
Mehr Information und Beteiligung gewünscht Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Viele Familien fühlen sich nicht ausreichend informiert oder sehen ihre Lebensrealität nur teilweise berücksichtigt. Gleichzeitig besteht ein deutliches Interesse an stärkerer Beteiligung. Besonders digitale Formate werden dabei als geeignet angesehen, da sie sich besser in den oft eng getakteten Familienalltag integrieren lassen.
Die Ergebnisse der Befragung: (
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