Trotz einer starken ersten Halbzeit und zwischenzeitlicher Führung verliert das Team gegen den Oberliga-Absteiger Grün-Weiß Ahrensfelde am Ende deutlich mit 1:4 – und verspielt innerhalb weniger Minuten alle Chancen auf Punkte.
Starker Beginn bleibt unbelohnt
Die Partie beginnt aus Sicht der Gastgeber vielversprechend: Bereits nach zehn Sekunden taucht Thede Rosenboldt frei vor dem gegnerischen Tor auf, verpasst jedoch die frühe Führung knapp. In der Folge hat Ahrensfelde zwar mehr Ballbesitz, doch die Eintracht setzt auf ein diszipliniertes Defensivspiel und schnelle Konter.
Dieser Plan geht zunächst auf. Kurz vor der Pause belohnt sich Miersdorf/Zeuthen für den Aufwand: Moses Njoku trifft in der 42. Minute zur 1:0-Führung – sein achter Saisontreffer. „In der ersten Halbzeit ging unser Matchplan voll auf. Der Gegner hatte kaum eine Chance“, bilanziert Trainer Thorsten Beck.
Ausgleich als Wendepunkt
Auch nach dem Seitenwechsel wirkt die Eintracht zunächst stabil, ehe das Spiel plötzlich kippt. In der 62. Minute nutzt Ahrensfelde einen Fehler in der Defensive zum 1:1-Ausgleich – ein Treffer, der die Partie komplett verändert.
„Beim 1:1 laufen wir völlig unnötig in einen Konter, machen das erste Geschenk“, ärgert sich Beck. Was folgt, sind zehn Minuten, die aus Eintracht-Sicht zum Albtraum werden.
Zehn Minuten entscheiden das Spiel
Nach einer Ecke fällt in der 69. Minute das 1:2, nur drei Minuten später erhöht Ahrensfelde nach erneutem Durcheinander in der Abwehr auf 1:3. Die Gastgeber verlieren völlig den Zugriff, wirken verunsichert und überfordert. In der 83. Minute besiegelt ein weiterer Treffer – erneut nach einer Standardsituation – die klare Niederlage.
„Danach brechen wir völlig auseinander. Wir geben das Spiel aus der Hand und verschenken alles innerhalb von zehn Minuten“, so Beck deutlich.
Klare Worte vom Trainer
Die Analyse des Trainers fällt schonungslos aus: „Wir spielen nach dem 1:1 wie ein Absteiger. Wir wurden zu passiv, haben uns mit Ball zu wenig bewegt. Keiner wollte Verantwortung übernehmen.“
Besonders bitter: Zwei der Gegentore fallen nach Ecken – eine bekannte Stärke der Gäste, auf die die Eintracht dennoch keine Antwort findet.
Abstiegskampf spitzt sich zu
Für Miersdorf/Zeuthen ist die Niederlage nicht nur deutlich, sondern auch folgenschwer. Statt eines möglichen Befreiungsschlags im Tabellenkeller steht die Mannschaft weiterhin unter Druck. Nach 60 Minuten auf Augenhöhe bleibt am Ende die Erkenntnis, dass individuelle Fehler und fehlende Stabilität das Spiel entschieden haben.
SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen: Mücke – Hammer, M. Rosenboldt, Beck, Marx, Kuhl, Kulbekov (46. Pick), Wolpert, Ebert (74. Alisch), T. Rosenboldt (74. Goslinowski), Njoku (50. Hager)
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