Es fehlt ein Eintrag? eMail [info@meetingpoint-dahme-spreewald.de]
BER im Fokus: Pilotenstreik bei Lufthansa sorgt für neue Unsicherheit am Hauptstadtflughafen
Regionales
Erstellt: 12.04.2026 / 12:00 Uhr von PS
Der nächste Arbeitskampf bei der Lufthansa trifft den Luftverkehr – und rückt erneut den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) in den Mittelpunkt.
Für Montag und Dienstag hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit einen zweitägigen Streik angekündigt, der bundesweit massive Auswirkungen haben dürfte.
Zwei Tage Stillstand im Cockpit
Von Montag, 0:01 Uhr, bis Dienstag, 23:59 Uhr, sollen Piloten der Lufthansa-Gruppe die Arbeit niederlegen. Betroffen sind neben der Kernmarke auch Töchter wie Lufthansa Cargo, CityLine und Eurowings.
Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen. Vor allem bei der betrieblichen Altersversorgung und bei Vergütungsfragen sehen die Arbeitnehmervertreter weiterhin erheblichen Klärungsbedarf. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen mangelnde Kompromissbereitschaft vor, während Lufthansa die Forderungen als nicht realistisch bewertet.
Schon in den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Arbeitskämpfe gegeben – ein Zeichen dafür, wie angespannt die Lage innerhalb des Konzerns derzeit ist.
BER erneut betroffen – Folgen für Reisende
Für den BER bedeutet der Streik vor allem eines: Unsicherheit für tausende Passagiere. Zwar ist der Hauptstadtflughafen kein zentrales Drehkreuz der Lufthansa wie Frankfurt oder München, dennoch spielen die Verbindungen dorthin eine wichtige Rolle im Flugnetz.
Gerade Zubringerflüge zu den großen Hubs fallen in Streiksituationen häufig aus – mit weitreichenden Folgen für Anschlussverbindungen. Experten gehen davon aus, dass insbesondere innerdeutsche und europäische Flüge betroffen sein werden.
Bereits bei vorherigen Streiks zeigte sich: Auch wenn einzelne Flüge stattfinden, geraten komplette Reiseketten ins Wanken. Für BER-Passagiere bedeutet das konkret: Verspätungen, Umbuchungen oder komplette Flugausfälle sind wahrscheinlich.
Ausnahmen und besondere Lage
Nicht alle Verbindungen werden bestreikt. Aufgrund der aktuellen politischen Lage im Nahen Osten sollen bestimmte Flüge weiterhin stattfinden.
Dennoch bleibt der Streik umfangreich. Besonders Eurowings-Verbindungen ab deutschen Flughäfen könnten vollständig ausfallen, was auch am BER spürbar sein dürfte.
Flughafen zwischen Stabilität und Dauerbelastung
Am BER hatte sich der Flugbetrieb zuletzt nach einem Streik des Kabinenpersonals gerade erst wieder normalisiert. Verbindungen nach Frankfurt und München liefen wieder planmäßig an.
Doch die erneute Eskalation im Tarifkonflikt zeigt: Eine nachhaltige Ruhe ist derzeit nicht in Sicht. Für den Hauptstadtflughafen bedeutet das eine dauerhafte Belastungsprobe – organisatorisch wie auch für das Vertrauen der Reisenden.
Was Reisende jetzt wissen müssen
Passagiere am BER sollten ihren Flugstatus regelmäßig prüfen und genügend Zeit einplanen. Die Lufthansa kündigte an, betroffene Kunden direkt zu informieren und Alternativen anzubieten.
Klar ist: Der Streik wird den Flugverkehr spürbar treffen. Wie stark die Auswirkungen am BER letztlich sein werden, hängt davon ab, wie viele Flüge kurzfristig gestrichen oder umgeplant werden müssen.
Bilder
Der nächste Arbeitskampf bei der Lufthansa trifft den Luftverkehr – und rückt erneut den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) in den Mittelpunkt.
Kommentare