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Königs Wusterhausen: Energiequelle Netzhoppers setzen Ausrufezeichen – starke Saison, große Fragen vor der Zukunft
Sport
Erstellt: 13.04.2026 / 16:00 Uhr von EB
Die Energiequelle Netzhoppers blicken auf eine Saison 2025/26 zurück, die sportlich zu den erfolgreicheren der Vereinsgeschichte zählt.
Beim Saisonabschluss mit rund 100 Gästen zog Geschäftsführer Dirk Westphal eine entsprechend positive Bilanz – und sprach von einem „bedeutenden Entwicklungsschritt“.
Mit der 15. Playoff-Teilnahme im 19. Bundesliga-Jahr unterstrich das Team seine Konstanz in der Volleyball-Bundesliga. Besonders bemerkenswert: Der Punkteschnitt von 1,54 Zählern pro Spiel ist der zweitbeste Wert der Vereinsgeschichte. Hinzu kommen die längste Siegesserie von fünf Spielen sowie neun Partien in Folge mit Punktgewinnen.
Westphal sieht den Klub damit klar auf Kurs: „Wir sind voll im Plan und übertreffen unsere eigenen Erwartungen jedes Jahr aufs Neue.“
Zuschauerboom und wachsender Rückhalt
Auch abseits des Spielfelds verzeichneten die Netzhoppers eine deutliche Entwicklung. Insgesamt 12.032 Zuschauer kamen in die Halle, im Schnitt 803 pro Spiel – beides neue Bestmarken. Höhepunkt war das Derby im Dezember mit 2.048 Besuchern.
Für Vereinslegende Theo Timmermann ist diese Entwicklung deutlich spürbar: „Man merkt, dass wieder mehr Support da ist. Es kommen viele junge Leute, und es fühlt sich wieder so an, als würde man für die eigene Region spielen.“ Gleichzeitig erinnert er an schwierigere Zeiten, in denen die Unterstützung deutlich geringer war.
Team wächst – Ziele bleiben ambitioniert
Auch innerhalb der Mannschaft ist der Fortschritt sichtbar. Kapitän Hannes Gerken beschreibt die Entwicklung als langfristigen Prozess, der nach der Insolvenz des Vereins Schritt für Schritt vorangetrieben wurde. „Wir haben uns stabilisiert und weiterentwickelt – als Team und als Verein“, so Gerken.
Für die Zukunft formuliert er klare Ziele: Die erreichte Stabilität soll gehalten werden, gleichzeitig richtet sich der Blick nach oben. Plätze im Bereich fünf oder sechs erscheinen ebenso möglich wie perspektivisch eine Teilnahme am Europapokal.
Entscheidend bleibt dabei die Konstanz: „Das Erarbeitete über mehrere Jahre zu bestätigen, ist die größte Herausforderung“, betont der Kapitän.
„Saison der Entscheidung“ für den Verein
Trotz der positiven Entwicklung macht Geschäftsführer Westphal deutlich, dass der Verein vor einer entscheidenden Phase steht. Die kommende Spielzeit bezeichnet er klar als „Saison der Entscheidung“.
Im Fokus stehen dabei vor allem strukturelle Fragen. Insbesondere die Situation rund um die Heimspielstätte und die Trainingsbedingungen sieht Westphal kritisch. „Wenn wir hier keine Fortschritte erzielen, stoßen wir an unsere Grenzen“, macht er deutlich.
Zugleich fordert er eine klare strategische Weiterentwicklung: Der Anspruch müsse es sein, sich dauerhaft höher zu etablieren, anstatt lediglich als Ausbildungsverein zu fungieren.
Veränderungen im Kader
Auch personell stehen die Netzhoppers vor Veränderungen. Während mit Hannes Gerken, Theo Timmermann und Tim Türpe wichtige Stützen gehalten werden konnten, verlassen mit Carl Möller und Lovis Homberger zwei Leistungsträger den Verein.
Gleichzeitig wurden bereits erste Neuzugänge präsentiert. Der dänische Nationalspieler Kristoffer Bisgaard kommt vom französischen Erstligisten Narbonne Volleys. Zudem erhält Nachwuchsspieler Julian Lenz seinen ersten Profivertrag.
Westphal bleibt trotz der Umbrüche zuversichtlich: „Das Grundgerüst stimmt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“
Zwischen Aufbruch und Herausforderung
Die Saison 2025/26 markiert für die Netzhoppers einen wichtigen Zwischenschritt: sportlich gefestigt, strukturell gewachsen und mit wachsender Unterstützung aus der Region.
Ob dieser Weg nachhaltig fortgesetzt werden kann, wird sich jedoch in der kommenden Spielzeit entscheiden. Klar ist bereits jetzt: Der Verein hat sich eine solide Ausgangsposition erarbeitet – und steht nun vor der Aufgabe, daraus den nächsten Entwicklungsschritt zu machen.
Bilder
Die Energiequelle Netzhoppers blicken auf eine Saison 2025/26 zurück, die sportlich zu den erfolgreicheren der Vereinsgeschichte zählt. Fotos (2): Anika Kreschel
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