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Dahme-Spreewald. Bio-Boom bleibt stabil – Brandenburg behauptet Spitzenplatz im Ökolandbau

Regionales
  • Erstellt: 18.04.2026 / 16:00 Uhr von EB
Der ökologische Landbau in Brandenburg trotzt wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen – und bleibt auf bemerkenswert hohem Niveau stabil.

Auch im Landkreis Dahme-Spreewald ist diese Entwicklung spürbar: Regionale Betriebe profitieren von der anhaltend starken Nachfrage nach Bio-Produkten in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.

17,6 Prozent Ökofläche – Brandenburg bleibt vorn

Die Zahlen für das Jahr 2025 sprechen eine klare Sprache: 17,6 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Brandenburg werden ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht 227.136 Hektar von insgesamt rund 1,29 Millionen Hektar. Damit gehört das Bundesland weiterhin zur Spitzengruppe in Deutschland.

Zwar liegt der Anteil leicht unter dem Vorjahreswert von 18,0 Prozent, bewegt sich aber weiterhin auf konstant hohem Niveau. Bereits 2023 lag der Anteil bei 17,3 Prozent – ein deutlicher Beleg für die langfristige Stabilität des Sektors.

Mehr Betriebe, wachsende Strukturen

Parallel zur Flächenentwicklung wächst auch die Zahl der Betriebe. 1.634 Unternehmen wirtschafteten 2025 nach ökologischen Kriterien – 13 mehr als im Jahr zuvor. Den Großteil bilden mit 1.166 Betrieben klassische Erzeuger. Hinzu kommen 177 Betriebe, die sowohl produzieren als auch verarbeiten.

Besonders dynamisch entwickelt sich der Verarbeitungssektor: 402 Unternehmen sind inzwischen in der Weiterverarbeitung tätig – ein Plus von neun Betrieben. Diese Entwicklung ist entscheidend für Regionen wie Dahme-Spreewald, wo kurze Wege, regionale Vermarktung und direkte Wertschöpfung eine immer größere Rolle spielen.

Dahme-Spreewald profitiert von der Hauptstadtnähe

Gerade der Landkreis Dahme-Spreewald nimmt innerhalb Brandenburgs eine strategisch wichtige Rolle ein. Die Nähe zu Berlin sorgt für stabile Absatzmärkte und steigende Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten.

Landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter und Direktvermarkter profitieren gleichermaßen von dieser Entwicklung. Regionale Wertschöpfungsketten gewinnen an Bedeutung – ein Trend, den das Land gezielt fördert.

Politik setzt auf Vernetzung und Vermarktung

Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt betont die zentrale Rolle des Ökolandbaus: „Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass der ökologische Landbau in Brandenburg auch in der derzeit wirtschaftlich äußerst anspruchsvollen Lage der Landwirte eine wichtige Rolle spielt.“

Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken, setzt das Land gezielt auf den Ausbau von Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen. Dazu gehören unter anderem geförderte Wertschöpfungsketten sowie sogenannte Öko-Modellregionen.

Aktuell werden drei dieser Modellregionen unterstützt – mit Schwerpunkten auf Bio-Obst und -Gemüse, Logistiklösungen sowie der Nutzung regionaler Bio-Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung.

Blick nach vorn: Nachfrage bleibt der Schlüssel

Ein zentraler Treiber bleibt die hohe Nachfrage in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Sie sorgt dafür, dass auch Regionen wie Dahme-Spreewald langfristig vom Bio-Trend profitieren können.

Gleichzeitig setzt das Agrarministerium auf mehr Austausch innerhalb der Branche. Für 2026 sind erneut Bio-Marktinformationsgespräche geplant – mit Fokus auf Themen wie Logistik, Vermarktung und Außer-Haus-Verpflegung.

Die Richtung ist klar: Der Ökolandbau bleibt ein tragender Pfeiler der Landwirtschaft in Brandenburg – und ein entscheidender Faktor für regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und nachhaltige Entwicklung, auch im Landkreis Dahme-Spreewald.

Bilder

Der ökologische Landbau in Brandenburg trotzt wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen – und bleibt auf bemerkenswert hohem Niveau stabil.
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