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Bestensee: Totalausfall gegen Königs Wusterhausen – Union erlebt schwarzen Samstag
Sport
Erstellt: 19.04.2026 / 08:00 Uhr von JB
Der SV Grün-Weiß Union Bestensee hat in der Landesklasse Ost einen herben Rückschlag erlitten.
Gegen den FSV Eintracht 1910 Königs Wusterhausen kassierte die Mannschaft von Trainer Thomas Niesler am Samstag vor 102 Zuschauern eine deutliche 0:6 (0:2)-Niederlage – und zeigte dabei ein völlig anderes Gesicht als noch eine Woche zuvor.
Kompletter Bruch zum Auftritt der Vorwoche
Dabei waren die Rollen vor der Partie eigentlich klar verteilt: Union Bestensee ging als Favorit in das Duell, hatte zuletzt acht Punkte aus fünf Spielen geholt und überzeugte insbesondere beim starken Auftritt in Wünsdorf. Doch davon war gegen die Eintracht nichts zu sehen.
„Es ist schon erstaunlich, wenn man innerhalb von einer Woche zwei so unterschiedliche Gesichter zeigen kann“, erklärte Niesler nach der Partie. „In Wünsdorf haben wir hervorragend Fußball gespielt, mannschaftlich geschlossen – heute war genau das Gegenteil.“
Frühe Treffer bringen Union aus dem Konzept
Die Gäste aus Königs Wusterhausen nutzten die Unsicherheiten der Hausherren konsequent aus. Maximilian Grunow brachte die Eintracht früh in Führung (14.), ehe Tim Felix noch vor der Pause auf 2:0 erhöhte (26.). Union wirkte bereits zu diesem Zeitpunkt verunsichert, fand weder Zugriff im Mittelfeld noch Stabilität in der Defensive.
Niesler reagierte noch vor der Halbzeit mit einem Wechsel (41.), doch eine nachhaltige Wirkung blieb aus. „Wir sind zu keiner Zeit zum Fußballspielen gekommen“, analysierte der Trainer schonungslos. „Wir hatten schlechte Bälle, schlechte Annahmen – und auch mannschaftsintern hat es überhaupt nicht funktioniert.“
Offenes Mittelfeld, gnadenlose Konter
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild fort. Bestensee offenbarte vor allem im Zentrum große Probleme. „Unser Mittelfeld war komplett offen“, so Niesler. „Die Eintracht stand sehr kompakt und hat immer wieder mit zwei, drei oder vier Spielern gekontert.“
Genau diese Kontersituationen führten zu weiteren Treffern: Ole Schadly erhöhte auf 3:0 (53.), ehe Grunow mit seinem zweiten Tor des Tages das 4:0 nachlegte (69.). Spätestens jetzt war die Partie entschieden.
Union fand offensiv keine Lösungen und ließ gleichzeitig defensiv jegliche Ordnung vermissen. Auch personelle Umstellungen in der zweiten Halbzeit verpufften wirkungslos.
Einbruch in der Schlussphase
In der Schlussphase wurde es dann deutlich: Schadly traf erneut (84.), ehe der eingewechselte Finley Altenbokum den 6:0-Endstand besorgte (86.). Die Gäste überrannten Union förmlich und fuhren einen auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg ein.
„Das war eine ganz, ganz schlechte mannschaftliche Leistung – technisch, spielerisch und auch kämpferisch“, bilanzierte Niesler. „Deshalb ist die Niederlage auch in der Höhe verdient.“
Defensive bleibt die große Baustelle
Die klare Pleite unterstreicht einmal mehr die Probleme in der Bestenseer Hintermannschaft. Bereits 65 Gegentreffer stehen in dieser Saison zu Buche – ein Wert, der die Ambitionen nach oben deutlich bremst. Zwar funktioniert die Offensive mit 64 erzielten Toren durchaus ordentlich, doch die fehlende Balance bleibt ein entscheidender Faktor.
Trotz der Niederlage rangiert Union Bestensee weiterhin auf Rang acht (32 Punkte). Die Bilanz: neun Siege, fünf Remis und acht Niederlagen.
Blick nach vorn: Reaktion in Teltow gefragt
Nach dem herben Dämpfer gilt es für Bestensee nun, schnell die richtigen Schlüsse zu ziehen. Bereits am kommenden Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel beim Teltower FV 1913 die nächste Aufgabe.
Bilder
Das Union-Trainer-Duo Holger Schust (l.) und Thomas Niesler konnten mit dem Auftritt ihres Teams gegen Königs Wusterhausen nicht zufrieden sein.
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