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Dahme-Spreewald: Kita-Essen könnte deutlich teurer werden – Elternbeirat schlägt Alarm
Regionales
Erstellt: 29.04.2026 / 09:00 Uhr von Tino Röber
Im Landkreis Dahme-Spreewald formiert sich Widerstand gegen geplante Änderungen bei der Kitafinanzierung. Der Kreiskita-Elternbeirat (KKEB LDS) warnt eindringlich vor steigenden Kosten für Familien – ausgelöst durch eine geplante Neuregelung beim Essensgeld.
Kern des Problems: Die Verpflegungskosten in Kitas sollen künftig stärker an die Regelungen aus dem Schulbereich angeglichen werden. Was zunächst nach Vereinheitlichung klingt, könnte in der Praxis vor allem eines bedeuten – höhere Preise für Eltern.
Mehr Kosten, keine bessere Qualität
Nach Einschätzung des Elternbeirats würde die geplante Änderung dazu führen, dass Familien künftig einen größeren Anteil der tatsächlichen Verpflegungskosten selbst tragen müssen. Die Folge: spürbar steigende Essenspreise in vielen Einrichtungen. Besonders kritisch sehen die Vertreter, dass diese Mehrkosten nicht mit einer Verbesserung der Qualität einhergehen. Für viele Familien im Landkreis könnte das eine zusätzliche finanzielle Belastung bedeuten – ohne erkennbaren Mehrwert für die Kinder.
Essen ist Teil des Bildungsauftrags
Dabei geht es beim Thema Verpflegung in Kitas um weit mehr als nur die Mahlzeit selbst. Gemeinsames Essen gehört zum pädagogischen Alltag: Kinder lernen hier soziale Regeln, entwickeln ein Gefühl für gesunde Ernährung und erleben Gemeinschaft.
Genau deshalb hält der KKEB die Übertragung schulischer Regelungen für nicht passend. Kitas seien kein „kleines Abbild der Schule“, sondern hätten eigene Anforderungen – auch beim Thema Essen.
Rechtliche Zweifel an der Neuregelung
Neben den inhaltlichen Argumenten sieht der Elternbeirat auch rechtliche Probleme. Nach bisheriger Rechtsprechung dürfen Eltern im Kita-Bereich grundsätzlich nur an den ersparten Eigenaufwendungen beteiligt werden – also an dem, was sie zu Hause ohnehin für Essen ausgegeben hätten.
Die geplante Neuregelung würde dieses Prinzip aufweichen. Damit könnten künftig auch Kosten für Personal, Organisation oder Infrastruktur stärker auf die Familien umgelegt werden. Klare Forderungen an die Politik
Der Kreiskita-Elternbeirat Dahme-Spreewald positioniert sich deutlich und fordert eine Überarbeitung des Gesetzentwurfs. Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Punkte:
das Prinzip der „häuslichen Ersparnis“ beibehalten
keine zusätzlichen Kosten für Familien bei der Kita-Verpflegung
Qualität der Verpflegung sichern und weiterentwickeln
Signalwirkung über den Landkreis hinaus
Für die Vertreter des Elternbeirats geht es nicht nur um einzelne Eurobeträge, sondern um eine grundsätzliche Frage: Welchen Stellenwert hat frühkindliche Bildung – und wer trägt die Kosten?
Sollte die geplante Regelung umgesetzt werden, hätte das nicht nur Auswirkungen im Landkreis Dahme-Spreewald, sondern könnte auch landesweit Signalwirkung entfalten.
Fest steht: Die Debatte um das Kita-Essen ist längst mehr als eine Frage des Speiseplans – sie ist zu einer sozialen und politischen Grundsatzdiskussion geworden.
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Im Landkreis Dahme-Spreewald formiert sich Widerstand gegen geplante Änderungen bei der Kitafinanzierung. Der Kreiskita-Elternbeirat (KKEB LDS) warnt eindringlich vor steigenden Kosten für Familien – ausgelöst durch eine geplante Neuregelung beim Essensgeld.
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