Logo

Landkreis Dahme-Spreewald: Postbank-Streiks treffen Region – Filialen bleiben geschlossen

Regionales
  • Erstellt: 29.04.2026 / 15:00 Uhr von PS
Kundinnen und Kunden im Landkreis Dahme-Spreewald müssen sich auf Einschränkungen einstellen: Im Zuge der laufenden Tarifrunde ruft die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im Postbank-Filialvertrieb auf.

Betroffen sind auch Standorte in Berlin und Brandenburg – und damit indirekt zahlreiche Menschen im Landkreis.

Die Arbeitsniederlegungen sind für Donnerstag und Samstag angesetzt. An diesen Tagen dürften viele Filialen geschlossen bleiben oder nur eingeschränkt arbeiten.

Tarifkonflikt ohne Einigung

Hintergrund der Streiks sind bislang erfolglose Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber. Rund 9.000 Beschäftigte der Postbank, die mittlerweile zum Konzern der Deutsche Bank gehört, warten auf ein verbessertes Angebot.

Die Forderungen sind klar: ver.di verlangt eine Gehaltserhöhung von acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro im Monat. Auch Auszubildende sollen stärker profitieren und monatlich mehr Geld erhalten.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft spiegelt das bisherige Angebot der Arbeitgeber weder die wirtschaftliche Lage noch die steigenden Anforderungen im Arbeitsalltag wider.

Unsicherheit auch in der Region spürbar

Für den Landkreis Dahme-Spreewald hat der Konflikt eine besondere Bedeutung. Die Region ist auf gut erreichbare Bankfilialen angewiesen – gerade in ländlicheren Gebieten, in denen Alternativen oft fehlen.

Hinzu kommt: Die Integration der Postbank in die Deutsche Bank sorgt seit Längerem für Verunsicherung. Filialschließungen, Umstrukturierungen und veränderte Abläufe beschäftigen sowohl die Mitarbeitenden als auch die Kundschaft.

Gerade ältere Menschen sind auf persönliche Beratung vor Ort angewiesen. Fällt diese weg oder wird weiter eingeschränkt, hat das direkte Auswirkungen auf den Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger im Landkreis.

Gewerkschaft fordert klare Perspektiven

Aus Sicht von ver.di geht es deshalb nicht nur um Löhne, sondern auch um die Zukunft des Filialnetzes. Die Gewerkschaft fordert Planungssicherheit für die verbleibenden Standorte sowie Investitionen in eine stabile Infrastruktur.

Eine weitere Ausdünnung des Filialnetzes sei aus ihrer Sicht nicht hinnehmbar – insbesondere in Regionen wie dem Landkreis Dahme-Spreewald.

Entscheidung vertagt

Ob es zu einer Einigung kommt, ist derzeit offen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mitte Mai angesetzt. Bis dahin bleibt die Lage angespannt – und für viele Kunden im Landkreis heißt es zunächst: Geduld mitbringen, wenn Bankgeschäfte anstehen.

Bilder

Kundinnen und Kunden im Landkreis Dahme-Spreewald müssen sich auf Einschränkungen einstellen: Im Zuge der laufenden Tarifrunde ruft die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im Postbank-Filialvertrieb auf.
Dieser Artikel wurde bereits 229 mal aufgerufen.

Werbung