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Königs Wusterhausen: Feuerwehren proben den Ernstfall – Stadt rüstet sich für Blackout

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 30.04.2026 / 13:00 Uhr von EB
Was passiert, wenn plötzlich alles stillsteht? Kein Licht, kein Internet, keine Versorgung – ein flächendeckender Stromausfall gehört zu den anspruchsvollsten Krisenszenarien überhaupt.

Genau darauf haben sich die Freiwilligen Feuerwehren in Königs Wusterhausen und Zernsdorf jetzt vorbereitet.

Im Mittelpunkt stand eine groß angelegte Übung, bei der die Einsatzkräfte unter realitätsnahen Bedingungen handeln mussten. Ziel: schnell reagieren, Strukturen aufbauen und die Versorgung der Bevölkerung sichern.

Paul-Dinter-Halle wird zum Anlaufpunkt

Herzstück der Übung war die Paul-Dinter-Halle. Sie wurde bewusst ohne Strom betrieben, um den Ernstfall möglichst realistisch abzubilden. Die Aufgabe der Einsatzkräfte bestand darin, die Halle wieder funktionsfähig zu machen – und sie gleichzeitig als sogenannten Katastrophenschutz-Leuchtturm einzurichten.

Das bedeutet: ein zentraler Ort, an dem Bürgerinnen und Bürger im Krisenfall Hilfe, Informationen und Unterstützung erhalten.

Schnelles Handeln, klare Abläufe

Der Startschuss fiel am frühen Morgen an der Feuerwehrhauptwache. Von dort aus ging es direkt in den Einsatzmodus. Innerhalb kurzer Zeit wurde die Halle an ein Notstromaggregat angeschlossen und mit notwendigem Material ausgestattet.

Bereits nach gut einer Stunde war die Infrastruktur aufgebaut – ein Ergebnis, das zeigt, wie eingespielt die Abläufe inzwischen sind.

Geleitet wurde die Übung von Stadtwehrführer Lars Hengelhaupt sowie Kora Wehlmann, Amtsleiterin für Ordnung, Sicherheit und Bürgerdienste. Unterstützt wurden sie von Beobachtern, die den Ablauf genau dokumentierten und auswerteten.

Zusammenarbeit als Schlüssel

Im Katastrophenschutz zählt vor allem eines: Teamarbeit. Feuerwehr, Verwaltung und Krisenstab müssen im Ernstfall Hand in Hand arbeiten. Genau dieses Zusammenspiel wurde bei der Übung trainiert.

Die Bilanz fällt entsprechend positiv aus. Die Einsatzkräfte arbeiteten konzentriert, strukturiert und zielgerichtet – ein wichtiger Baustein für zukünftige Einsätze.

Vorbereitung für den Ernstfall

Hinter solchen Übungen steckt mehr als Routine. Sie sind Teil eines umfassenden Konzepts, mit dem sich die Stadt auf mögliche Krisensituationen vorbereitet.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem Sicherheit: Im Falle eines länger andauernden Stromausfalls stehen feste Anlaufstellen bereit, an denen Hilfe organisiert wird.

Informationen dazu hat die Stadt bereits zusammengestellt und öffentlich zugänglich gemacht – unter anderem über Flyer und digitale Angebote.

Weitere Übungen geplant

Die jetzt durchgeführte Übung war erst der Anfang. Für die kommenden Monate sind weitere Trainings vorgesehen, bei denen der Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt erhöht wird.

Künftig sollen auch verstärkt Mitarbeitende der Verwaltung eingebunden werden, um das Zusammenspiel aller Beteiligten weiter zu optimieren.

Klar ist: Ein Blackout lässt sich nicht verhindern – aber man kann sich darauf vorbereiten. Und genau das geschieht in Königs Wusterhausen mit wachsender Professionalität.

Bilder

Amtsleiterin Kora Wehlmann (2.v.r.) im Gespräch mit den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr. Foto: Stadt Königs Wusterhausen
Die Paul-Dinter-Halle würde im Fall eines flächendeckenden Stromausfalls zum Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger hergerichtet. Foto: Stadt Königs Wusterhausen
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