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Luckau: „Niederlausitzer Wolf“ geht in die heiße Phase – Shortlist für Krimipreis steht

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 30.04.2026 / 16:00 Uhr von EB
Die Spannung steigt in der Niederlausitz: Die Jury des neuen Krimipreises „Niederlausitzer Wolf“ hat ihre Entscheidung getroffen – und die Shortlists stehen fest.

In zwei Kategorien wurden jeweils drei Autorinnen und Autoren nominiert, zusätzlich wird ein Sonderpreis vergeben.

Dem Auswahlprozess ging eine breite Beteiligung des Publikums voraus. An rund 20 Orten in der Region – von Bibliotheken über Tourist-Informationen bis hin zu Sparkassenfilialen – konnten Leserinnen und Leser ihre Stimmen abgeben. Das Ergebnis spiegelt damit nicht nur die Einschätzung der Jury, sondern auch die Vorlieben des Publikums wider.

Bekannte Namen im Rennen um den Hauptpreis

In der Kategorie der Erwachsenenliteratur haben es drei prominente Namen auf die Shortlist geschafft: Elke Pistor, Klaus-Peter Wolf und Sebastian Fitzek.

Die Jury würdigt Pistors aktuellen Krimi für seinen gelungenen Wechsel zwischen Spannung und leichten Momenten sowie für die vielschichtigen Perspektiven. Klaus-Peter Wolf greift in seinem Werk ein hochaktuelles Thema auf: den Umgang mit persönlichen Daten – verpackt in eine packende Handlung. Sebastian Fitzek überzeugt einmal mehr mit einem Thriller, der durch seine filmische Erzählweise und zahlreiche Wendungen besticht.

Nachwuchs im Fokus der Jugendkategorie

Auch im Bereich der Jugend-Krimiliteratur wurde eine starke Auswahl getroffen. Collin Hadler, Judith Moor und Alexandra Kui stehen hier zur Wahl.

Besonders bemerkenswert: Zwei Schülerinnen waren Teil der Jury und brachten die Perspektive der Zielgruppe direkt ein. Themen wie Deep Fakes, Freundschaft und schulischer Alltag spielen in den nominierten Büchern eine zentrale Rolle und treffen damit den Nerv junger Leserinnen und Leser.

Preisverleihung mit besonderem Rahmen

Die Gewinner werden zwar erst Ende August bekannt gegeben, doch der Höhepunkt folgt im Herbst: Auf dem Schlossberg in Luckau werden die Preise im Rahmen einer festlichen Veranstaltung überreicht. Die ausgezeichneten Autorinnen und Autoren lesen dort auch aus ihren Werken.

Mit jeweils 1.000 Euro Preisgeld gehört der „Niederlausitzer Wolf“ zu den höher dotierten Krimipreisen in Deutschland.

Starke Unterstützung aus der Region

Initiiert wurde der Preis von der Schriftstellerin Elisabeth Herrmann, die auch Teil der Jury ist. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Die Schirmherrschaft übernimmt Brandenburgs Kulturministerin.

Krimipreis mit regionalem Profil

Der „Niederlausitzer Wolf“ versteht sich nicht nur als Auszeichnung, sondern auch als Plattform für Literatur und Lesekultur in der Region. Die Verbindung von Publikumsvoting und Juryentscheidung verleiht dem Preis dabei eine besondere Note.

Für Luckau und die gesamte Niederlausitz ist der Wettbewerb ein kulturelles Aushängeschild – und für Krimifans ein Termin, den sie im Blick behalten sollten.

Bilder

(v.l.): Elisabeth Herrmann, Autorin; Mareen Kopsch, Laga Luckau gGmbH; Tabea Leyh, Bücherecke Luckau; Birgit Mittwoch, Lesebühne Groß Köris; Katrin Gärtner, Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse; Lene Wefers (im Motto-Wochen-Kostüm der Abiturstufe) und Alma Weinbrenner. Foto: privat
Jury-Sitzung (v.l.): Elisabeth Herrmann, Autorin; Mareen Kopsch, Laga Luckau gGmbH; Tabea Leyh, Bücherecke Luckau; Katrin Gärtner, Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse; Birgit Mittwoch, Lesebühne Groß Köris. Foto: privat
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