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Landkreis Dahme-Spreewald: Mehr Schutz für Tiere geplant – Land will Strukturen stärken
Regionales
Erstellt: 30.04.2026 / 17:00 Uhr von EB
Wie Tiere besser geschützt werden können – darüber wurde auf Landesebene intensiv diskutiert. Bei der dritten Tierschutzkonferenz in Brandenburg kamen Vertreter aus Politik, Behörden und Verbänden zusammen, um konkrete Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
Die Ergebnisse betreffen auch den Landkreis Dahme-Spreewald, wo Tierheime, Ehrenamtliche und Behörden täglich mit den Herausforderungen des Tierschutzes konfrontiert sind.
Ministerpräsident Dietmar Woidke machte dabei deutlich, welche Bedeutung das Thema hat: Der Tierschutz sei nicht nur politischer Auftrag, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung – getragen vor allem durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher.
Unterstützung für Tierheime und Kommunen
Gerade im Landkreis Dahme-Spreewald zeigt sich, wie wichtig funktionierende Strukturen sind. Tierheime stoßen immer wieder an ihre Grenzen – etwa bei der Aufnahme von Fundtieren oder bei Fällen von Animal Hoarding.
Die Landesregierung will deshalb die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Einrichtungen weiter verbessern und bestehende Förderungen ausbauen. Ziel ist es, die Belastung vor Ort zu reduzieren und gleichzeitig die Versorgung der Tiere zu sichern.
Alarmierender Trend: Animal Hoarding nimmt zu
Ein zentrales Thema der Konferenz war das sogenannte Animal Hoarding – das krankhafte Sammeln von Tieren. Die Zahl solcher Fälle steigt auch in Brandenburg spürbar an.
Geplant ist deshalb ein Frühwarnsystem, das verschiedene Stellen enger vernetzt: Veterinärämter, Sozialdienste, Gesundheitsämter und Polizei sollen künftig schneller reagieren können. Gerade in ländlich geprägten Regionen wie dem Landkreis Dahme-Spreewald ist eine solche Zusammenarbeit entscheidend, um Tierleid frühzeitig zu erkennen.
Kampagne gegen Gefahr durch Mähroboter
Auch der Schutz von Wildtieren stand im Fokus. Besonders Igel geraten durch den Einsatz von Mährobotern zunehmend in Gefahr – oft mit tödlichen Folgen.
Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt stellte eine neue Kampagne vor, die Gartenbesitzer sensibilisieren soll. Schon einfache Maßnahmen – etwa das Abschalten der Geräte in der Dämmerung – können helfen, Tiere zu schützen.
Diese Problematik betrifft auch viele Gärten im Landkreis Dahme-Spreewald, wo Mähroboter längst zum Alltag gehören.
Strengere Regeln für gefährliche Tiere
Ein weiterer Punkt: Die Haltung gefährlicher Tiere soll künftig stärker reguliert werden. Geplant ist ein Gesetz, das Besitz, Zucht und Handel bestimmter Arten deutlich einschränkt.
Ziel ist es, Risiken für Menschen zu minimieren und gleichzeitig das Tierwohl zu verbessern – denn viele dieser Tiere werden bislang nicht artgerecht gehalten.
Mehr Orientierung für Bürger
Ein oft unterschätztes Problem: Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit gefundenen Wildtieren umgehen sollen. Studien zeigen, dass ein Großteil der abgegebenen Tiere gar keine Hilfe benötigt.
Hier setzt ein neues Informationsangebot an. Geplant sind Materialien und digitale Tools, die Bürgern eine schnelle Orientierung geben. Auch im Landkreis Dahme-Spreewald könnten Tierarztpraxen und Auffangstationen dadurch entlastet werden.
Klare Erwartungen aus der Praxis
Auch aus den Reihen der Tierschutzverbände kommt Zustimmung – verbunden mit klaren Erwartungen: Entscheidend sei, dass aus den Diskussionen konkrete Maßnahmen folgen.
Denn eines wurde bei der Konferenz deutlich: Tierschutz ist kein Randthema mehr. Er betrifft Kommunen, Ehrenamtliche und Bürger gleichermaßen – auch und gerade im Landkreis Dahme-Spreewald.
Bilder
Vertreterinnen und Vertreter des Tierschutzes haben sich heute mit der Landesregierung über den Umgang mit Fundtieren und Animal Hoarding, die Gefährdung von Kleintieren durch Mähroboter sowie über den Entwurf für ein Gefahrtiergesetz ausgetauscht. Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hatte zur Konferenz in die Potsdamer Staatskanzlei geladen, um über die Stärkung des Tierwohls im Land Brandenburg zu sprechen. Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt und Innenminister Dr. Jan Redmann nahmen an dem Austausch teil. Foto: Staatskanzlei Brandenburg
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