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Dahme-Spreewald – Landkreis wird Pilot für besseren Verbraucherschutz
Regionales
Erstellt: 01.05.2026 / 14:00 Uhr von EB
Der Landkreis Dahme-Spreewald setzt ein klares Signal: Verbraucherschutz soll vor Ort spürbarer, greifbarer und vor allem wirksamer werden.
Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung durch die Erste Beigeordnete Heike Zettwitz beteiligt sich der Landkreis am Modellvorhaben „Verbraucherschutz in Kommunen leben“ der Verbraucherzentrale Brandenburg – als dritte Pilotkommune im Land.
Damit rückt Dahme-Spreewald in den Fokus eines Projekts, das darauf abzielt, Verbraucherrechte nicht nur theoretisch zu stärken, sondern konkret in den Alltag der Menschen zu integrieren.
Unterschiedliche Lebensrealitäten im Blick
Die Herausforderung ist klar umrissen: Zwischen dem Berliner Umland und den eher ländlich geprägten Regionen innerhalb des Landkreises bestehen teils erhebliche Unterschiede. Genau hier setzt das Modellprojekt an.
„Wir wollen den Verbraucherschutz gezielt weiterentwickeln“, macht Zettwitz deutlich. Ziel sei es, Angebote so auszurichten, dass sie möglichst viele Menschen erreichen – unabhängig davon, ob sie stadtnah oder im ländlichen Raum leben.
Auch aus Sicht der Verbraucherzentrale bringt Dahme-Spreewald ideale Voraussetzungen mit. Der Landkreis spiegele die Vielfalt Brandenburgs wider und eigne sich daher besonders gut, um neue Ansätze unter realen Bedingungen zu testen.
Neue Wege für mehr Unterstützung
In den kommenden Monaten sollen gemeinsam mit lokalen Akteuren konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Geplant sind unter anderem neue Kommunikationswege, zusätzliche Informationsangebote sowie Veranstaltungsformate direkt vor Ort.
Ein besonderer Fokus liegt darauf, bestehende Angebote bekannter zu machen – und gleichzeitig neue Wege zu gehen, um Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag besser zu unterstützen. Das kann von Beratungsangeboten über Informationskampagnen bis hin zu praxisnahen Veranstaltungen reichen.
Perspektive über das Projekt hinaus
Das Modellvorhaben ist langfristig angelegt und läuft bis Ende 2027. Ziel ist es, erfolgreiche Maßnahmen dauerhaft zu etablieren und auch anderen Kommunen in Brandenburg zugänglich zu machen.
Für Dahme-Spreewald bedeutet das: Der Landkreis wird nicht nur Testregion, sondern auch Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Verbraucherschutzes im ganzen Land.
Eine starke Stimme für Verbraucher
Hinter dem Projekt steht die Verbraucherzentrale Brandenburg, die als zentrale Interessenvertretung der Verbraucherinnen und Verbraucher im Land agiert. Sie berät unabhängig zu Themen wie Finanzen, Energie, Ernährung, Digitales oder Wohnen – und geht auch aktiv gegen unfaire Geschäftspraktiken vor.
Bilder
Unterzeichnung der Absichtserklärung vor dem Beratungsmobil der Verbraucherzentrale in Königs Wusterhausen (v.l.n.r.): Heike Zettwitz, 1. Beigeordnete und Dezernentin für Verkehr, Bauen, Umwelt und Wirtschaft (LDS), Dana Handreck, Büroleiterin des Landrats (LDS), Tom Janneck, Leiter der landesweiten Verbraucherberatung (VZB) und Lucienne Böhm, Projektleiterin (VZB). Foto: LDS/Stephanie Kunert
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