Entsprechend groß war die Erleichterung bei Spielern, Trainerteam und den rund 100 Zuschauern, die ihre Mannschaft lautstark unterstützten.
„Das tut einfach gut, nach so langer Zeit mal wieder zu gewinnen“, sagte Trainer Thorsten Beck nach dem Abpfiff. „Man hat gemerkt, dass zu Beginn noch eine gewisse Unsicherheit da war – aber das ist nach so einer Phase ganz normal.“
Goslinowski trifft traumhaft
Beck bewies ein gutes Händchen bei der Aufstellung. Der lange verletzte Niklas Goslinowski stand direkt wieder in der Startelf – und dankte es mit einem echten Highlight. In der 31. Minute nahm er Maß und jagte den Ball unhaltbar in den Winkel – ein Traumtor zur 1:0-Führung. Ein Treffer, der nicht nur schön anzusehen war, sondern auch das Selbstvertrauen der Eintracht spürbar wachsen ließ.
„Das freut mich enorm für ihn“, so Beck. „Wichtig war vor allem, dass wir danach stabil geblieben sind und keinen schnellen Ausgleich kassiert haben.“
Njoku sorgt für die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel blieb Bernau bemüht, doch die Eintracht wirkte zunehmend gefestigt. Die Entscheidung fiel schließlich in der 68. Minute – mit einer Szene, die für einen kurzen Moment den Puls nach oben trieb.
Moses Njoku nutzte einen Abwehrfehler, umkurvte den Torhüter und schob den Ball aufs leere Tor. Doch statt direkt einzuschlagen, rollte der Ball erst an den Innenpfosten – und von dort über die Linie. Das 2:0, Njokus zehnter Saisontreffer und die Vorentscheidung.
„Da hatte ich schon das Gefühl, dass wir das Spiel nicht mehr aus der Hand geben“, sagte Beck.
Defensive hält – Mücke mit Premiere
Neben der Offensive überzeugte vor allem die Defensive. Zum zweiten Mal in dieser Saison blieb die Eintracht ohne Gegentor. Für Torhüter Manuel Mücke war es sogar die erste „weiße Weste“ in der Brandenburgliga.
„Ich habe selten so gern daneben gelegen wie diesmal“, meinte Beck mit einem Augenzwinkern, nachdem er zuvor noch mit einem Gegentor gerechnet hatte. „Manuel ist ein absolut verlässlicher Rückhalt – dieses Zu-Null-Spiel hat er sich verdient.“ Ein Sieg mit Wirkung
Der Erfolg gegen Bernau ist mehr als nur ein Dreier. Er gibt der Mannschaft Selbstvertrauen zurück – und könnte genau der Impuls sein, den es für den weiteren Saisonverlauf braucht. Die Eintracht hat gezeigt, dass sie noch gewinnen kann. Und vielleicht war genau das der wichtigste Schritt zurück in die Spur.
SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen: Mücke – Hammer, M. Rosenboldt, Beck, Kruppe, Wolpert, Ebert, Soost (28. Kulbelkov), Njoku (81. Marx), T. Rosenboldt (81. Alisch), Goslinowski (67. Küllmei)
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