Was als Duell auf Augenhöhe erwartet worden war, entwickelte sich zu einer einseitigen Angelegenheit: Der SV Grün-Weiß Union Bestensee fegte in der Landesklasse Ost den SV Blau-Weiß Dahlewitz mit 7:0 vom Platz – und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen.
Schon früh machte die Mannschaft von Trainer Thomas Niesler klar, in welche Richtung dieser Nachmittag gehen würde. Vor 51 Zuschauern eröffnete Gordon Schust in der 9. Minute den Torreigen, nur zwei Minuten später legte Gustav Lemke das 2:0 nach. Spätestens mit dem dritten Treffer durch Paul Niesler (19.) war die Partie praktisch entschieden.
„Wir waren von Anfang an wach, sind vorne raufgegangen, haben gepresst und hinten eins gegen eins gespielt“, erklärte Trainer Thomas Niesler. „Die Jungs waren vielleicht ein bisschen mehr angefixt, weil die Niederlage gegen Königs Wusterhausen noch drinhang.“
Offensiv-Feuerwerk vor der Pause
Union blieb am Drücker – und legte noch vor der Halbzeit nach. Felix Heinecke erhöhte in der 32. Minute auf 4:0. Dahlewitz war zu diesem Zeitpunkt bereits komplett überfordert mit dem Tempo, der Intensität und der Konsequenz, mit der Bestensee auftrat.
Dass es zur Pause „nur“ 4:0 stand, lag eher an der Chancenverwertung der Gastgeber. „Wir hätten ruhig zweistellig gewinnen können“, sagte Niesler später – und meinte das keineswegs überheblich.
Wechsel greifen – Union macht weiter Druck
Zur zweiten Halbzeit reagierte der Union-Coach und brachte mit Philipp Kersten und Tobias Skiba frische Kräfte ins Spiel. Doch am Spielverlauf änderte sich nichts – im Gegenteil.
Gordon Schust schnürte in der 51. Minute seinen Doppelpack, Gustav Lemke zog sieben Minuten später ebenfalls nach (58.). Den Schlusspunkt setzte Robin Jackels in der 62. Minute zum 7:0-Endstand.
„Das war eine sehr starke, wirklich geschlossene Leistung. Hohe Laufbereitschaft, aggressives Pressing – wir haben uns das absolut verdient“, lobte Niesler seine Mannschaft.
Defensive kaum gefordert
Während es offensiv nahezu perfekt lief, hatte die Defensive einen ruhigen Nachmittag. Torhüter Karl Sperling musste kaum eingreifen. „Ich weiß gar nicht, ob er zwei Bälle halten musste“, sagte der Trainer – ein Satz, der die Dominanz seines Teams treffend beschreibt.
Ein Sieg mit Signalwirkung
Mit dem deutlichen Erfolg verbesserte sich Union Bestensee auf Rang acht (36 Punkte), bestätigt damit seine aufsteigende Form: Acht Zähler aus den letzten fünf Spielen sprechen eine klare Sprache.
Für Dahlewitz hingegen war es ein gebrauchter Tag – die Gäste rutschen nach der Niederlage auf Rang neun ab (36).
SV Grün-Weiß Union Bestensee: Sperling – Deutzer, Franik, Niesler, Ludwig (Schuster), Lemke, Seibt, Schust (80. Schmieding), Jackels (73. Meser), Heinecke (46. Skiba), Sander (46. Kersten)
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