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Zukunft für Alleen: Neue Baumliste soll Straßen grüner und klimaresistenter machen
Regionales
Erstellt: 04.05.2026 / 15:00 Uhr von PS
Alleen gehören zum Landschaftsbild Brandenburgs – und auch im Landkreis Dahme-Spreewald prägen sie zahlreiche Straßen, verbinden Orte und schaffen ein Stück Identität.
Doch viele dieser Baumreihen sind in die Jahre gekommen. Um ihren Fortbestand zu sichern, setzt das Land nun auf eine neue, wissenschaftlich fundierte Grundlage: Eine Empfehlungsliste für naturverträgliche und klimaangepasste Baumarten soll künftig bei Neupflanzungen helfen.
Für den Landkreis Dahme-Spreewald ist das von besonderer Bedeutung. Als Straßenbaulastträger steht er regelmäßig vor der Aufgabe, beschädigte oder gefällte Bäume zu ersetzen – und dabei gleichzeitig den steigenden Anforderungen durch Klimawandel und Verkehr gerecht zu werden.
44 Baumarten für die Allee von morgen
Erarbeitet wurde die Liste vom Kompetenzzentrum für Straßenbäume und Alleen („kostba“). Sie umfasst insgesamt 44 Baumarten und -sorten, darunter bekannte Arten wie Sommer-Linde, Feld-Ahorn oder Rot-Buche, aber auch klimaresistente Alternativen wie die Ahornblättrige Platane.
Jede Baumart wird in einem Steckbrief beschrieben. Ergänzend liefert die Veröffentlichung konkrete Hinweise zu Planung, Pflanzung und Pflege – ein praxisnahes Werkzeug für Kommunen, Planungsbüros und Betriebe im Garten- und Landschaftsbau.
Gerade für den Landkreis Dahme-Spreewald bietet die Liste damit eine wichtige Orientierungshilfe bei zukünftigen Pflanzungen entlang von Kreisstraßen und Ortsverbindungen.
Balance zwischen Naturschutz und Klimaanpassung
Ein zentraler Punkt der neuen Empfehlung: Heimische Gehölze bleiben aus naturschutzfachlicher Sicht die erste Wahl. Sie sind optimal an die regionalen Bedingungen angepasst und bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten.
Doch der Klimawandel setzt auch diesen Arten zunehmend zu. Deshalb wurden ergänzend auch gebietsfremde, aber klimaangepasste und naturverträgliche Bäume geprüft. Ziel ist es, langfristig stabile und widerstandsfähige Alleen zu schaffen – auch im Landkreis Dahme-Spreewald, wo trockene Sommer und extreme Wetterlagen bereits spürbar sind.
Politik setzt auf langfristige Strategie
Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt unterstreicht die Bedeutung des Projekts: Alleen seien nicht nur prägend für das Landschaftsbild, sondern auch wichtige Faktoren für Klima, Luftqualität und Biodiversität. Die neue Liste sei ein bundesweit einmaliges Instrument, um diese Funktionen langfristig zu sichern.
Für den Landkreis Dahme-Spreewald bedeutet das konkret: mehr Planungssicherheit bei Neupflanzungen und eine bessere Grundlage, um den Spagat zwischen Verkehrssicherheit, Naturschutz und Klimaanpassung zu meistern.
Weiterentwicklung geplant
Die Empfehlungsliste ist kein starres Regelwerk. Sie soll kontinuierlich weiterentwickelt werden – unter Einbeziehung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen. Perspektivisch ist zudem eine digitale Anwendung geplant, die eine gezielte Auswahl nach verschiedenen Kriterien ermöglicht.
Auch Fachleute aus Kommunen wie dem Landkreis Dahme-Spreewald sind eingeladen, ihre Erfahrungen einzubringen. Denn klar ist: Die Alleen der Zukunft entstehen nicht nur auf dem Papier, sondern entlang der Straßen vor Ort.
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Alleen gehören zum Landschaftsbild Brandenburgs – und auch im Landkreis Dahme-Spreewald prägen sie zahlreiche Straßen, verbinden Orte und schaffen ein Stück Identität. Doch viele dieser Baumreihen sind in die Jahre gekommen.
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