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Dahme-Spreewald: Kita-Krise spitzt sich zu – Fachtag in Potsdam sucht nach Lösungen

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  • Erstellt: 05.05.2026 / 13:00 Uhr von EB
Die Lage in den Kitas bleibt angespannt – auch im Landkreis Dahme-Spreewald. Personalmangel, steigende Anforderungen und Unsicherheiten bei der Betreuung treiben Fachkräfte, Eltern und Träger gleichermaßen um. Jetzt soll ein Fachtag in Potsdam neue Impulse liefern.

Druck wächst auch im Dahme-Spreewald

Was landesweit diskutiert wird, ist im Alltag vieler Einrichtungen im Landkreis Dahme-Spreewald längst Realität: zu wenig Personal, zu hohe Belastung, zu wenig Planungssicherheit. Gleichzeitig sinken in einigen Regionen die Kinderzahlen – eine Entwicklung, die bislang kaum strategisch genutzt wird.
Gerade im ländlich geprägten Dahme-Spreewald führt das zu einer schwierigen Gemengelage. Einerseits fehlen Fachkräfte, andererseits stehen kleinere Einrichtungen vor der Frage, wie sie langfristig ausgelastet bleiben. Für Eltern wächst die Sorge um eine verlässliche, wohnortnahe Betreuung.

Fachtag in Potsdam stößt auf großes Interesse

Vor diesem Hintergrund lädt die Gewerkschaft ver.di Berlin-Brandenburg am 11. Mai zu einer Fachtagung nach Potsdam ein. Das Interesse ist groß: Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich bereits angemeldet.
Unter dem Titel „Wege aus der Kita-Krise“ sollen konkrete Lösungsansätze diskutiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Perspektiven derjenigen, die täglich in den Einrichtungen arbeiten.

Praxis trifft Politik

Neben Fachkräften kommen auch Vertreter aus Politik und Verwaltung zu Wort. Mit dabei ist unter anderem Elske Hildebrandt, die sich der Diskussion stellt.
Zum Auftakt geht es um die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Kitas in Brandenburg. Im Anschluss werden Erfahrungsberichte aus dem Alltag vorgestellt – gebündelt in einem Buch zur Kita-Krise, das die Realität in den Einrichtungen eindrücklich schildert.

Forderung nach klaren Konzepten

Aus Sicht der Gewerkschaft reichen die bisherigen Maßnahmen der Landesregierung nicht aus. Es fehle vor allem ein langfristiges Konzept, wie die aktuellen Entwicklungen – etwa sinkende Kinderzahlen – sinnvoll genutzt werden können, um die Situation nachhaltig zu verbessern.
Gerade im Landkreis Dahme-Spreewald wird dieser Punkt besonders deutlich: Hier könnten kleinere Gruppen, bessere Betreuungsschlüssel und stabilere Arbeitsbedingungen möglich sein – wenn die politischen Rahmenbedingungen entsprechend angepasst werden.

Austausch als erster Schritt

Der Fachtag versteht sich nicht als reine Bestandsaufnahme, sondern als Arbeitsplattform. Ziel ist es, gemeinsam mit Erzieherinnen, Trägern und Expertinnen konkrete Wege aus der Krise zu entwickeln.
Für viele Fachkräfte aus dem Dahme-Spreewald dürfte die Veranstaltung daher mehr sein als nur ein Termin: nämlich die Chance, ihre Erfahrungen einzubringen – und endlich Gehör zu finden.

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