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Dahme-Spreewald: Rettungsdienst-Streit – Vorläufig keine Gebührenbescheide für Patienten

Regionales
  • Erstellt: 06.05.2026 / 12:00 Uhr von EB
Im festgefahrenen Streit um die Finanzierung des Rettungsdienstes im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es überraschend neue Bewegung. Nachdem die Verhandlungen zwischen Landkreis, Krankenkassen und Gesundheitsministerium zuletzt als gescheitert galten, wurden die Gespräche nun kurzfristig wieder aufgenommen.

Für viele Bürger hat das zunächst eine wichtige Konsequenz: Die angekündigten Gebührenbescheide für Rettungseinsätze werden vorerst nicht verschickt.

Landkreis und Krankenkassen wieder am Verhandlungstisch

Noch vor wenigen Tagen schien die Lage völlig verhärtet. Doch nach einer kurzfristigen Einladung der gesetzlichen Krankenkassen kamen die Beteiligten am Montag erneut zusammen. Dabei ging es um die Frage, wer künftig die steigenden Kosten des Rettungsdienstes tragen soll.
Landrat Sven Herzberger sprach im Anschluss von intensiven Gesprächen und vorsichtiger Annäherung. Eine endgültige Einigung gebe es zwar weiterhin nicht, dennoch sei der Verlauf konstruktiver gewesen als erwartet.

Bürger sollen nicht zusätzlich belastet werden

Besonders wichtig sei dem Landkreis weiterhin, dass Patientinnen und Patienten nicht auf zusätzlichen Kosten sitzen bleiben. Herzberger betonte, dass alle Beteiligten inzwischen erkennen würden, wie dringend eine gemeinsame Lösung gebraucht werde.
Genau deshalb soll der Dialog jetzt fortgesetzt werden. Die Gespräche könnten bereits in den kommenden Tagen weitergehen.

28.000 Bescheide lagen praktisch bereit

Eigentlich hatte der Landkreis bereits angekündigt, in großem Umfang Gebührenbescheide zu verschicken. Rund 28.000 Schreiben sollten an Bürger versendet werden – teilweise sogar rückwirkend für Rettungseinsätze aus den Jahren 2025 und 2026.
Dass diese Briefe nun zunächst gestoppt wurden, dürfte für viele Menschen im Landkreis eine spürbare Erleichterung sein. Denn je nach Einsatz können bei Rettungsfahrten erhebliche Zusatzkosten entstehen.

Streit beschäftigt ganz Brandenburg

Der Konflikt zieht sich inzwischen seit mehr als einem Jahr hin und betrifft nicht nur Dahme-Spreewald. Im gesamten Land Brandenburg wird darüber gestritten, wie die Finanzierung des Rettungsdienstes künftig geregelt werden soll.
Für den Landkreis Dahme-Spreewald geht es nach eigenen Angaben um ein Finanzvolumen von rund zehn Millionen Euro. Entsprechend groß ist der Druck auf alle Seiten, eine tragfähige Lösung zu finden.

Entscheidung weiter offen

Noch ist unklar, ob am Ende tatsächlich eine Einigung erzielt wird. Nach dem jüngsten Gespräch scheint die Tür dafür aber wieder geöffnet zu sein. Der Landkreis kündigte an, über die weiteren Entwicklungen zeitnah zu informieren.

Bilder

Im festgefahrenen Streit um die Finanzierung des Rettungsdienstes im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es überraschend neue Bewegung.
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