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Dahme-Spreewald verschärft Maßnahmen nach Newcastle-Ausbruch – Geflügelschauen jetzt verboten

Regionales
  • Erstellt: 06.05.2026 / 14:00 Uhr von EB
Nach mehreren Fällen der hochansteckenden Newcastle-Krankheit greift der Landkreis Dahme-Spreewald jetzt zu weiteren Schutzmaßnahmen.

Das brandenburgische Landwirtschaftsministerium hat zusätzliche Vorgaben zur Eindämmung der Tierseuche angeordnet. Seit heute gelten deshalb neue Regeln für Geflügelhalter im gesamten Landkreis – auch außerhalb der bisherigen Sperr- und Überwachungszonen.
Damit reagiert der Landkreis auf die weiterhin angespannte Lage rund um die gefährliche Geflügelkrankheit.

Geflügelschauen und Märkte ab sofort untersagt

Besonders einschneidend: Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat sämtliche Geflügelschauen sowie Veranstaltungen mit Geflügel verboten. Betroffen sind unter anderem Märkte, Messen und Taubenauflässe.
Die entsprechende Tierseuchenallgemeinverfügung ist mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten. Ziel der Maßnahmen ist es, eine weitere Verbreitung des Virus möglichst schnell zu verhindern.

Mehrere Ausbrüche seit März registriert

Seit Anfang März 2026 wurden im Landkreis Dahme-Spreewald mehrere Fälle der Newcastle Disease festgestellt. In den vergangenen zwei Wochen kamen zwar keine neuen Ausbrüche hinzu, Entwarnung geben die Behörden dennoch nicht.
Die Krankheit gilt als hoch ansteckend und kann sich innerhalb kurzer Zeit massiv verbreiten. Deshalb wird die Situation weiterhin genau überwacht.

Veterinäramt mahnt zu strengen Schutzmaßnahmen

Das Veterinäramt appelliert nun eindringlich an alle Geflügelhalter, ihre Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen. Besonders wichtig sei die bestehende Impfpflicht für Hühner und Puten.
Außerdem sollen Tierhalter:
  • den Impfschutz ihrer Tiere überprüfen,
  • Ställe vor fremdem Zutritt sichern,
  • Stall- und Straßenkleidung strikt trennen,
  • auf höchste Hygienestandards achten.
Das Virus kann unter anderem über infizierte Tiere, Eier, Futter, Schadnager oder verunreinigte Kleidung und Fahrzeuge übertragen werden.

Amtstierärztin warnt vor weiterer Ausbreitung

Dr. Jana Guth, Leiterin des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, bezeichnet die neuen Maßnahmen als notwendig, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Jetzt müsse auch außerhalb der bisherigen Restriktionsgebiete besonders konsequent gehandelt werden.
Die Behörde bittet deshalb alle Halter im Landkreis Dahme-Spreewald darum, die Vorgaben ernst zu nehmen und mögliche Krankheitssymptome sofort zu melden.

Landkreis richtet Informationsservice ein

Wer neue Informationen zur Newcastle-Krankheit erhalten möchte, kann sich ab sofort in einen E-Mail-Verteiler des Landkreises eintragen: (Klick) Darüber sollen Bürger zeitnah über Entwicklungen, Schutzmaßnahmen und mögliche neue Fälle informiert werden.
Zudem bittet das Veterinäramt darum, auffällige Krankheitsfälle bei Geflügel umgehend zu melden.

Bilder

Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat sämtliche Geflügelschauen sowie Veranstaltungen mit Geflügel verboten. Betroffen sind unter anderem Märkte, Messen und Taubenauflässe.
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