Der NABU lädt gemeinsam mit dem bayerischen LBV zur bundesweiten „Stunde der Gartenvögel“ ein. Vom 8. bis 10. Mai können Naturfreunde eine Stunde lang Vögel im Garten, auf dem Balkon, im Park oder am Fenster zählen und ihre Beobachtungen melden.
Die Aktion findet inzwischen bereits zum 22. Mal statt – und auch in Dahme-Spreewald dürften wieder zahlreiche Vogelbeobachter mitmachen.
Besondere Sorge um Finken
Im Mittelpunkt der diesjährigen Zählung stehen vor allem die Finkenarten. Hintergrund sind auffällig viele Meldungen über tote Buchfinken, Grünfinken und Stieglitze in verschiedenen Regionen Deutschlands.
Nach Angaben von NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler könnten sogenannte Trichomonaden dahinterstecken – Parasiten, die besonders für Finken gefährlich sind. Häufig seien betroffene Tiere zuletzt an Futterstellen entdeckt worden.
Die Ornithologen wollen nun herausfinden, ob tatsächlich weniger Finken beobachtet werden als in früheren Jahren.
Grünfink aus den Top Ten verschwunden
Wie stark sich die Bestände verändert haben könnten, zeigen bereits die Zahlen aus Brandenburg. Während der Grünfink früher regelmäßig zu den häufigsten Gartenvögeln gehörte, rutschte er zuletzt deutlich ab.
Bei der vergangenen „Stunde der Gartenvögel“ landete die Art mit etwas mehr als 1.000 Sichtungen nur noch auf Platz 14 der häufigsten gemeldeten Vögel im Land Brandenburg.
Auch in Dahme-Spreewald wird genau hingehört
Gerade im grünen Landkreis Dahme-Spreewald mit seinen Wäldern, Seen und zahlreichen Gärten beobachten viele Menschen seit Jahren aufmerksam die heimische Vogelwelt. Die diesjährige Aktion bietet deshalb auch für Familien, Naturfreunde und Hobby-Ornithologen aus der Region eine gute Gelegenheit, selbst aktiv zu werden.
Besonders spannend: Für die Teilnahme braucht es keinerlei Expertenwissen. Gezählt wird ganz einfach die höchste Anzahl einer Vogelart, die innerhalb einer Stunde gleichzeitig gesehen oder gehört wird.
NABU gibt Tipps für vogelfreundliche Gärten
Der NABU rät gleichzeitig dazu, Futterstellen regelmäßig gründlich zu reinigen oder die Fütterung bis zum Winter ganz einzustellen. Gerade verschmutzte Futterplätze könnten die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen.
Stattdessen empfehlen Naturschützer naturnahe Gärten mit Wildblumen, heimischen Pflanzen, Kräuterbeeten oder kleinen Wasserstellen. Dort finden Vögel ausreichend Nahrung und geschützte Brutplätze.
So können Bürger mitmachen
Die Vogelzählung läuft vom 8. bis 10. Mai. Die Ergebnisse können anschließend online oder über die kostenlose NABU-App gemeldet werden: (
Klick) Meldeschluss ist der 18. Mai.
Neben spannenden Einblicken in die Vogelwelt winken den Teilnehmern auch Preise. Zudem können Interessierte bereits während des Aktionswochenendes erste Zwischenstände und Entwicklungen verfolgen.
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