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Dahme-Spreewald wird Modellregion: Verbraucherzentrale bringt Hilfe direkt zu den Menschen

Regionales
  • Erstellt: 20.05.2026 / 14:00 Uhr von EB
Der Landkreis Dahme-Spreewald soll beim Verbraucherschutz künftig eine Vorreiterrolle in Brandenburg einnehmen.

Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Brandenburg beteiligt sich der Landkreis an einem neuen Modellprojekt, das Beratungsangebote direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern bringen soll – unkomplizierter, sichtbarer und näher am Alltag der Menschen.
Unter dem Titel „Verbraucherschutz in Kommunen leben“ startet nun die praktische Umsetzungsphase des auf drei Jahre angelegten Projekts. Neben Dahme-Spreewald nehmen auch die Stadt Eberswalde sowie der Landkreis Uckermark teil.
Für die Menschen im Landkreis bedeutet das vor allem eines: Hilfe bei Verbraucherproblemen soll künftig einfacher erreichbar werden – gerade auch im ländlichen Raum.

Verbraucherschutz soll im Alltag ankommen

Ob Ärger mit Energieverträgen, Probleme beim Online-Shopping, dubiose Telefonanrufe oder Fragen zu Versicherungen – viele Menschen wissen oft nicht, an wen sie sich wenden können. Genau hier setzt das neue Projekt an.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg will ihre Angebote gezielt stärker in die Kommunen bringen und enger mit Landkreisen, Städten und lokalen Partnern zusammenarbeiten.
Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt betont die Bedeutung des Projekts insbesondere für Regionen außerhalb der großen Städte:
„Gute Verbraucherschutz-Beratung ist ein zentraler Bestandteil der sozialen Daseinsvorsorge und muss alle Menschen verlässlich erreichen, auch im ländlichen Raum.“
Gerade im Landkreis Dahme-Spreewald mit seinen vielen kleineren Orten, weiten Wegen und unterschiedlichsten Lebensrealitäten spielt dieser niedrigschwellige Zugang eine wichtige Rolle.

Dahme-Spreewald als wichtiger Testlauf

Dass Dahme-Spreewald als eine der drei Pilotregionen ausgewählt wurde, kommt nicht von ungefähr. Der Landkreis gilt als spannender Mix aus wachsendem Berliner Umland und eher ländlich geprägten Regionen.
Genau diese Unterschiede sollen im Projekt untersucht werden. Ziel ist es herauszufinden, welche Angebote besonders gut funktionieren und wo Bürgerinnen und Bürger bislang möglicherweise nur schwer erreicht werden.
Die Erkenntnisse sollen später auch anderen Kommunen in Brandenburg helfen.

Neue Wege bei Beratung und Information

Geplant sind zahlreiche neue Ansätze, um Verbraucherinformationen moderner und zugänglicher zu gestalten.
Dazu gehören:
  • digitale Informationsplattformen für Kommunen,
  • Flyer und Informationsmaterialien in einfacher Sprache,
  • verstärkte Aktivitäten in sozialen Medien,
  • hybride Vorträge und Veranstaltungen,
  • sowie neue Kooperationsmodelle zwischen Kommunen und Verbraucherzentrale.
Besonders interessant: In der Uckermark wird zusätzlich getestet, ob Beratungsangebote künftig auch über den digitalen Bürgerservice „LISA“ bereitgestellt werden können. Sollte das funktionieren, könnten ähnliche Modelle später auch für andere Landkreise – darunter Dahme-Spreewald – interessant werden.

Schutz vor Abzocke und Betrugsmaschen

Die Verbraucherzentrale Brandenburg sieht das Projekt auch als wichtigen Beitrag gegen zunehmende Betrugsversuche und unseriöse Geschäftspraktiken.
„Unser Ziel ist es, den Bürger:innen bei Problemen aus ihrem Alltag in allen Regionen Brandenburgs mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, damit sie verbraucherunfreundlichen Geschäften oder kriminellen Machenschaften nicht hilflos ausgeliefert sind“, erklärte Vorstand Christian A. Rumpke.
Gerade ältere Menschen oder Verbraucher mit wenig digitaler Erfahrung geraten immer wieder ins Visier dubioser Anbieter. Umso wichtiger sei es, Beratung verständlich, schnell und wohnortnah anzubieten.

Land investiert rund 300.000 Euro

Das Modellprojekt läuft von 2025 bis 2027 und wird vom Verbraucherschutzministerium Brandenburg mit rund 300.000 Euro gefördert.
Die Hoffnung dahinter: Erfolgreiche Lösungen aus Dahme-Spreewald, der Uckermark und Eberswalde sollen später dauerhaft übernommen und auf weitere Regionen übertragen werden.
Für den Landkreis Dahme-Spreewald könnte das Projekt damit weit mehr sein als nur ein zeitlich begrenzter Testlauf – sondern ein wichtiger Schritt hin zu moderner, bürgernaher Verbraucherberatung.

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Der Landkreis Dahme-Spreewald soll beim Verbraucherschutz künftig eine Vorreiterrolle in Brandenburg einnehmen. Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Brandenburg beteiligt sich der Landkreis an einem neuen Modellprojekt, das Beratungsangebote direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern bringen soll – unkomplizierter, sichtbarer und näher am Alltag der Menschen.
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