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Bahn-Chaos trifft Königs Wusterhausen und BER-Anbindung

Regionales
  • Erstellt: 20.05.2026 / 16:00 Uhr von PS
Pendlerinnen und Pendler aus Brandenburg müssen sich ab Mitte Juni auf erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen.

Vom 14. Juni bis zum 12. Dezember 2026 wird die Berliner Stadtbahn zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof für den Regionalverkehr komplett gesperrt. Besonders stark betroffen sind dabei die Verbindungen rund um Königs Wusterhausen sowie die Anbindung zum Flughafen Berlin Brandenburg.

Grund für die monatelangen Einschränkungen sind umfangreiche Bauarbeiten der DB InfraGO AG an Gleisen, Weichen und Oberleitungen entlang der Berliner Stadtbahn. Im Hauptbahnhof und am Ostbahnhof werden neue Weichen eingebaut, zusätzlich laufen Arbeiten an Schienenbefestigungen und der Oberleitung. Nach Abschluss der Maßnahmen soll der Betrieb flexibler und stabiler werden. Für Fahrgäste beginnt jedoch zunächst eine lange Phase mit Ausfällen, Umleitungen und zusätzlichen Umstiegen.

Königs Wusterhausen wird zum zentralen Umleitungsbahnhof

Vor allem für den Süden Brandenburgs verändert sich der Regionalverkehr massiv. Die Linie RE2 wird während der gesamten Bauphase umgeleitet und fährt künftig von Berlin-Spandau über Gesundbrunnen, Ostkreuz und Schöneweide nach Königs Wusterhausen, bevor es weiter Richtung Cottbus geht. Damit wird Königs Wusterhausen für ein halbes Jahr zu einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Berliner Umland.

Für viele Pendler bedeutet das allerdings längere Fahrzeiten und zusätzliche Umstiege. Wer bislang direkt über die Stadtbahn in die Berliner Innenstadt gefahren ist, muss künftig häufig am Ostkreuz in die S-Bahn umsteigen. Gerade Berufspendler aus dem Landkreis Dahme-Spreewald dürften die Auswirkungen im Alltag deutlich spüren.

S46 dürfte für Königs Wusterhausen noch wichtiger werden

Während der RE2 umgeleitet wird und viele Fahrgäste zusätzliche Umstiege einplanen müssen, bleibt die S-Bahn-Linie S46 zwischen Königs Wusterhausen und Berlin weiterhin eine der wichtigsten Direktverbindungen. Gerade für Pendler aus dem Landkreis Dahme-Spreewald könnte die S46 während der Bauarbeiten zur zentralen Ausweichroute werden.

Zusammen mit der S9 in Richtung Flughafen Berlin Brandenburg sorgt sie dafür, dass Königs Wusterhausen trotz der massiven Einschränkungen weiterhin vergleichsweise gut angebunden bleibt. Besonders im Berufsverkehr dürfte es auf der S46 allerdings deutlich voller werden.

BER bleibt erreichbar – S9 und FEX werden besonders wichtig

Von großer Bedeutung bleibt während der Sperrung auch die Verbindung zum Flughafen Berlin Brandenburg. Trotz der Bauarbeiten soll die BER-Anbindung laut Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg gesichert bleiben. Der Flughafen-Express FEX fährt weiterhin ab dem Berliner Hauptbahnhof zum Flughafen. Zusätzlich bleibt die S-Bahn-Linie S9 als wichtige Verbindung bestehen.

Gerade für Reisende aus Königs Wusterhausen gewinnen die S9 und die S46 dadurch noch stärker an Bedeutung. Viele Fahrgäste dürften während der Bauphase verstärkt auf die S-Bahn ausweichen – sowohl für Fahrten zum BER als auch in Richtung Berliner Innenstadt.

Regionalverkehr auf der Stadtbahn fällt monatelang aus

Zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof verkehren während der gesamten Bauzeit keine Regionalzüge mehr. Betroffen sind unter anderem die Linien RE1, RE7, RB14 und RB23. Die S-Bahn-Linien S3, S5, S7, S75 und S9 sollen dagegen weitgehend regulär fahren und dienen als wichtigste Ausweichstrecken.

Ab dem 2. Oktober verschärft sich die Situation zusätzlich. Dann beginnt parallel die Korridorsanierung der Strecke Berlin–Lehrte. Dadurch kommen weitere Ausfälle hinzu, unter anderem beim RE4 und RE6.

Zusätzliche Einschränkungen im Sommer

Auch die S-Bahn bleibt nicht vollständig verschont. An drei Sommerwochenenden Ende Juni sowie Ende Juli und Anfang August wird der Verkehr zwischen Zoologischer Garten und Friedrichstraße unterbrochen. Ersatzbusse sollen die Verbindung übernehmen.

Gerade in der Ferienzeit könnte das auch Auswirkungen auf die Anreise zum Flughafen Berlin Brandenburg haben. Reisende und Pendler müssen deshalb in den kommenden Monaten deutlich mehr Zeit einplanen.

Geduldsprobe für Pendler im Süden Brandenburgs

Die monatelange Sperrung der Stadtbahn dürfte vor allem in Königs Wusterhausen und im gesamten Landkreis Dahme-Spreewald spürbar werden. Mehr Fahrgäste, zusätzliche Umstiege und längere Reisezeiten prägen den Alltag vieler Pendler. Gleichzeitig zeigt sich aber auch die besondere Bedeutung der Region für den Bahnverkehr im Berliner Süden – sowohl wegen der RE2-Umleitung als auch durch die wichtige Verbindung zum BER.

Bilder

Pendlerinnen und Pendler aus Brandenburg müssen sich ab Mitte Juni auf erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen. Vom 14. Juni bis zum 12. Dezember 2026 wird die Berliner Stadtbahn zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof für den Regionalverkehr komplett gesperrt.
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