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Königs Wusterhausen: Sechstklässler erleben Demokratie dort, wo sie gemacht wird
Stadtgeschehen
Erstellt: 29.05.2026 / 14:00 Uhr von EB
Wie funktioniert eigentlich eine Stadtverwaltung? Wer entscheidet darüber, wofür Geld ausgegeben wird? Und was macht eine Bürgermeisterin den ganzen Tag?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten Schülerinnen und Schüler der Grundschule „Erich Kästner“ bei einem Besuch im Rathaus von Königs Wusterhausen.
Im Rahmen des Tags der Demokratie bekamen die Sechstklässler einen Blick hinter die Kulissen der Stadtverwaltung – und lernten dabei, dass Demokratie weit mehr ist als ein Begriff aus dem Schulunterricht.
Bürgermeisterin stellt sich den Fragen der Kinder
Empfangen wurden die Schülerinnen und Schüler von Bürgermeisterin Michaela Wiezorek sowie Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung. Schnell entwickelte sich ein offenes Gespräch, bei dem die Kinder die Gelegenheit nutzten, ihre Fragen direkt an die Rathauschefin zu richten.
Dabei ging es nicht nur um die Aufgaben einer Bürgermeisterin, sondern auch um ihren Arbeitsalltag. Wiezorek schilderte, dass feste Routinen in ihrem Beruf eher die Ausnahme seien. Stattdessen müsse sie sich täglich mit unterschiedlichsten Themen beschäftigen – von Infrastruktur und Stadtentwicklung bis hin zu sozialen Fragen.
Besonders wichtig sei ihr dabei eine lebenswerte Stadt, die vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger lebe.
Stadtentwicklung aus Sicht der Kinder
Großes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler auch an aktuellen Entwicklungen in Königs Wusterhausen. Dabei kam ein Thema zur Sprache, das viele von ihnen direkt betrifft: der verschwundene „Spielberg“ auf dem Schulgelände.
Die Bürgermeisterin erklärte den Zusammenhang mit dem Neubau des Hortes „Siebenstein“. Durch das Wachstum der Stadt und den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen seien Veränderungen notwendig geworden. Gleichzeitig würden die Räume der Staatlichen Gesamtschule wieder verstärkt für den Unterricht benötigt.
Auch die finanzielle Situation der Kommunen wurde altersgerecht erklärt. Die Kinder erfuhren, dass Städte trotz Steuereinnahmen und Gebühren oftmals vor der Herausforderung stehen, Investitionen in Schulen, Straßen oder Kitas zu finanzieren. Welche Projekte umgesetzt werden, entscheiden letztlich die gewählten Stadtverordneten in demokratischen Abstimmungen.
Demokratie selbst ausprobieren
Nach dem Gespräch wurde Demokratie ganz praktisch erlebbar. In einer simulierten Abstimmung mussten die Schülerinnen und Schüler entscheiden, wofür fiktive finanzielle Mittel eingesetzt werden sollen.
Zur Auswahl standen ein Tonstudio, ein Trampolin oder ein Schulfest. Die Kinder diskutierten engagiert über Nutzen, Kosten und die Frage, welche Lösung möglichst vielen zugutekommen würde. Am Ende setzte sich das Trampolin in einer demokratischen Mehrheitsentscheidung durch.
Damit erfuhren die Schülerinnen und Schüler aus erster Hand, wie politische Entscheidungsprozesse funktionieren – und dass dabei unterschiedliche Meinungen ebenso dazugehören wie Kompromisse.
Blick hinter die Kulissen des Rathauses
Zum Abschluss führte die Stadtverwaltung die Gäste durch verschiedene Bereiche des Rathauses. Die Kinder besuchten unter anderem das Bauamt, die Stadtkasse, das Trauzimmer sowie das Büro der Bürgermeisterin. Auch die technische Ausstattung des Ordnungsamtes stieß auf großes Interesse.
Mit vielen neuen Eindrücken endete der Demokratietag. Für die Schülerinnen und Schüler blieb die Erkenntnis, dass Demokratie nicht nur in Parlamenten stattfindet, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt – und vom Mitmachen lebt.
Bilder
Mitarbeiter des Ordnungsamts erklären ihre Technik. Foto: Stadt KW
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