Zwar verliert die Liga einen traditionsreichen Verein, für die Königs Wusterhausener fällt damit aber auch ein Gegner weg, gegen den zuletzt regelmäßig gepunktet wurde.
Als Hauptgrund gelten die hohen finanziellen und organisatorischen Anforderungen für einen dauerhaften Spielbetrieb in Deutschlands höchster Spielklasse. Der Traditionsverein hatte erst 2023 die Rückkehr ins Oberhaus geschafft, sieht jedoch keine ausreichende wirtschaftliche Grundlage für eine Fortsetzung des Bundesliga-Abenteuers.
Noch am 18. Januar 2025 setzten sich die Netzhoppers in der Paul-Dinter-Halle mit 3:1 gegen die Bayern durch. Auch in der Saison 2025/26 dominierten die Brandenburger die direkten Duelle. In Dachau gelang ein klarer 3:0-Erfolg, das Rückspiel in Königs Wusterhausen gewannen die Netzhoppers ebenfalls mit 3:1.
Gerade für einen Verein wie die Netzhoppers, der Jahr für Jahr um wichtige Punkte für die Playoff-Qualifikation kämpft, ist der Wegfall eines schlagbaren Konkurrenten eher ein Nachteil. Dachau belegte zuletzt die hinteren Tabellenregionen, während die Brandenburger die direkten Vergleiche meist für sich entschieden.
Mit dem ASV Dachau verliert die Bundesliga zudem einen ehemaligen deutschen Meister und Pokalsieger. Für die Netzhoppers bedeutet das vor allem: ein Gegner weniger, gegen den es in den vergangenen Spielzeiten regelmäßig etwas zu holen gab.
Kommentare
Rodner schrieb um 11:34 Uhr am 02.06.2026:
schlecht ist es für Dachau und traurig für die Liga. Die Netzhoppers Gemeinde ist nicht traurig, weil ein schlagbarer Gegner wegfällt; sondern eher weil aus der Volleyballfamilie ein Verein aus finanziellen Gründen sich zurückzieht. Auch die Netzhoppers arbeiten ständig am Bestand: Halle, Hallenzeiten, Akzeptanz als sportliches Leuchturmprojekt. Insofern kann man Dachau mit seiner auch Jugendarbeit alles Gute wünschen.
Gruß Dr.Hans-Jochen Rodner