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Lübben: Eichenprozessionsspinner breitet sich aus – Stadt warnt vor Gesundheitsgefahren

Regionales
  • Erstellt: 02.06.2026 / 16:00 Uhr von EB
Der Eichenprozessionsspinner ist jetzt auch in Lübben angekommen. Nachdem bereits andere Kommunen im Spreewald über Vorkommen der Raupen informiert hatten, meldet die Stadtverwaltung nun mehrere befallene Standorte im Stadtgebiet.

Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen und Abstand zu den betroffenen Bäumen zu halten.

Mehrere Standorte betroffen

Nach Angaben der Stadt wurden bislang mehrere befallene Eichen festgestellt. Betroffen sind unter anderem ein Privatgrundstück im Bereich An den Eichen, ein Straßenbaum in der Lubolzer Dorfstraße sowie mehrere Eichen in der Wettiner Straße. Dort befinden sich befallene Bäume auch in der Nähe der Liuba-Grundschule am Sportplatz. Weitere Vorkommen wurden am Garagenkomplex Am Kleinen Hain sowie im Umfeld der Kita „Gute Laune“ an der Berliner Chaussee festgestellt.

Die bekannten Befallsorte werden mit Warnhinweisen gekennzeichnet und regelmäßig kontrolliert. Sollte weiterer Handlungsbedarf bestehen, will die Stadt spezialisierte Fachfirmen mit der Bekämpfung beauftragen.

Raupenhaare können schwere Beschwerden auslösen

Gefährlich ist nicht der spätere Nachtfalter selbst, sondern die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Sie entwickeln feine Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Bereits ein kurzer Kontakt kann gesundheitliche Beschwerden verursachen.

Zu den häufigsten Folgen zählen Hautreizungen, starker Juckreiz und Pusteln. Auch Augenentzündungen, Schwindel, Fieber oder Atemwegsbeschwerden können auftreten. Besonders problematisch: Die Brennhaare werden durch den Wind verbreitet und können selbst in verlassenen Nestern über längere Zeit aktiv bleiben. In seltenen Fällen sind schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock möglich.

Die Stadt empfiehlt deshalb, befallene Bäume und Gespinste weiträumig zu meiden. Nester sollten keinesfalls berührt werden.

Stadt appelliert an Bürger

Die Stadtverwaltung rät dringend davon ab, Nester oder Gespinste eigenständig zu entfernen. Dies gilt ausdrücklich auch für Privatgrundstücke. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch spezialisierte Fachfirmen erfolgen.

Grundstückseigentümer sind grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, einen Befall auf ihrem Grundstück beseitigen zu lassen und die entstehenden Kosten zu tragen. Im Wald liegt die Zuständigkeit beim Forstamt Dahme-Spreewald.

Sichtungen melden

Wer einen möglichen Befall entdeckt, sollte diesen den zuständigen Stellen melden.

Für das Stadtgebiet Lübben:

Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Lübben
Telefon: 03546 79-2501
Telefon: 03546 79-2504
Telefon: 03546 79-2511

Für Waldbereiche:

Forstamt Dahme-Spreewald, Revier Lübben
Telefon: 03544 557303

Die örtliche Ordnungsbehörde kontrolliert die bekannten Befallsbereiche regelmäßig und prüft fortlaufend, ob weitere Maßnahmen notwendig sind. Mit den steigenden Temperaturen rechnet die Stadt damit, dass in den kommenden Wochen weitere Nester entdeckt werden könnten. Umso wichtiger sei es, aufmerksam zu bleiben und Sichtungen zeitnah zu melden.

Bilder

Der Eichenprozessionsspinner ist jetzt auch in Lübben angekommen. Nachdem bereits andere Kommunen im Spreewald über Vorkommen der Raupen informiert hatten, meldet die Stadtverwaltung nun mehrere befallene Standorte im Stadtgebiet. Foto: Stadt Lübben (Möbes)
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