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Königs Wusterhausen: Protest gegen Klinik-Kürzungen vor dem Achenbach-Krankenhaus
Stadtgeschehen
Erstellt: 04.06.2026 / 09:00 Uhr von PS
Mit Transparenten, Fahnen und klaren Botschaften haben Beschäftigte des Achenbach-Krankenhauses in Königs Wusterhausen gegen die geplanten Änderungen bei der Krankenhausfinanzierung protestiert.
Die Kundgebung vor dem Klinikgebäude war Teil einer landesweiten Protestwelle, mit der Klinikmitarbeiter in Brandenburg und Berlin auf die aus ihrer Sicht drohenden Folgen der Reformpläne aufmerksam machen wollen.
An der Aktion beteiligten sich Mitarbeiter des Klinikums Dahme-Spreewald, Vertreter des Betriebsrates, der Gewerkschaft ver.di, des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sowie Politiker. Gemeinsam setzten sie ein Zeichen gegen Kürzungen, die nach Ansicht der Beteiligten die medizinische Versorgung und die Zukunft vieler Krankenhäuser gefährden könnten.
Sorge um Versorgung im Landkreis Dahme-Spreewald
Die Kritik richtet sich vor allem gegen das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Gewerkschaften und Klinikbeschäftigte befürchten, dass die vorgesehenen Begrenzungen bei Pflegebudgets sowie Einschränkungen bei der Finanzierung von Tarifsteigerungen die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser weiter verschärfen könnten.
Gerade im Landkreis Dahme-Spreewald wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Das Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen zählt zu den wichtigsten medizinischen Einrichtungen der Region. Viele Beschäftigte sehen die Gefahr, dass zusätzlicher finanzieller Druck langfristig Auswirkungen auf die Patientenversorgung und die Arbeitsbedingungen haben könnte.
„Gesundheit ist keine Ware“
Unterstützung erhielt die Protestaktion auch vom DGB-Kreisverband Dahme-Spreewald. DGB-Kreisvorsitzender Danny Albrecht kritisierte die Reformpläne deutlich. Aus Sicht der Gewerkschaft handele es sich nicht um eine echte Reform, sondern um Maßnahmen, die weitere Belastungen für Krankenhäuser nach sich ziehen könnten.
Die zentrale Botschaft der Demonstrierenden war dabei eindeutig: Gesundheit dürfe nicht allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Statt weiterer Einsparungen fordern die Beschäftigten verlässliche Rahmenbedingungen und eine langfristig gesicherte Finanzierung der Kliniken.
Teil einer größeren Protestbewegung
Die Kundgebung in Königs Wusterhausen ist Teil einer größeren Bewegung, die sich derzeit in Brandenburg und Berlin formiert. Auch an anderen Klinikstandorten fanden oder finden Protestaktionen statt. Ein weiterer Höhepunkt ist für den 10. Juni geplant, wenn Krankenhausbeschäftigte aus beiden Bundesländern zur Gesundheitsministerkonferenz nach Hannover reisen wollen.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Achenbach-Krankenhauses geht es dabei um mehr als aktuelle Finanzierungsfragen. Sie wollen erreichen, dass politische Entscheidungen nicht zulasten der Krankenhäuser, der Beschäftigten und letztlich der Patienten getroffen werden.
Mit ihrer Aktion vor dem Klinikgebäude haben sie deutlich gemacht, dass der Widerstand gegen die geplanten Kürzungen im Landkreis Dahme-Spreewald angekommen ist – und dass die Debatte um die Zukunft der Krankenhauslandschaft noch lange nicht beendet sein dürfte.
Bilder
Mit Transparenten, Fahnen und klaren Botschaften haben Beschäftigte des Achenbach-Krankenhauses in Königs Wusterhausen gegen die geplanten Änderungen bei der Krankenhausfinanzierung protestiert. Fotos (2): DGB Kreisverband Dahme-Spreewald
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