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Tischtennis: Veronika Schneider holt WM-Titel für die VSG Bestensee
Sport
Erstellt: 16.06.2026 / 08:00 Uhr von André Ahrens
Mehr als 3000 Tischtennisspielerinnen und Tischtennisspieler aus über 100 Nationen trafen sich Anfang Juni zu den 22. Senioren-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gangneung.
Mitten im Teilnehmerfeld: Veronika Schneider, die für den TSV Stahnsdorf in der Verbandsoberliga antritt und zugleich Mitglied der VSG Bestensee ist. In der Altersklasse Ü55 stellte sie sich der internationalen Konkurrenz – und kehrte mit bemerkenswerten Ergebnissen zurück.
Schon die Dimensionen der Veranstaltung machten deutlich, welchen Stellenwert das Turnier besitzt. Die älteste Teilnehmerin war stolze 101 Jahre alt. Gespielt wurde zunächst in Vierergruppen, ehe die besten Akteure in die Hauptrunde einzogen.
Souveräner Durchmarsch im Einzel
Im Einzel erwischte Schneider einen nahezu perfekten Start. Gegen Gegnerinnen aus Schweden, Südkorea und Neuseeland blieb sie ohne Satzverlust und sicherte sich souverän den Gruppensieg.
Auch in der ersten Hauptrundenpartie zeigte die Bestenseerin ihre Klasse und setzte sich mit 3:1 gegen eine koreanische Spielerin durch. Erst im Achtelfinale war Endstation. Dort lieferte sie sich ein intensives Duell mit der Polin Elzbieta Kazberuk, die in den vergangenen Jahren bereits den Titel der Vizeweltmeisterin gewonnen hatte. Trotz großer Gegenwehr musste sich Schneider schließlich geschlagen geben.
Auch im Mixed unter den besten 16
Erfolgreich verlief das Turnier auch im Mixed-Wettbewerb. Gemeinsam mit ihrem slowenischen Partner Andrej Potbrin erreichte Schneider als Gruppenzweite die Hauptrunde. Dort gelang zunächst ein Sieg gegen eine deutsch-schweizerische Paarung.
Erst im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale traf das Duo auf ein starkes koreanisches Team. Gegen die Gastgeber war an diesem Tag jedoch nichts zu holen, sodass für Schneider und Potbrin ebenfalls im Achtelfinale Schluss war.
Titelgewinn im Damen-Doppel
Den größten Erfolg feierte die Tischtennisspielerin schließlich im Damen-Doppel. Zwar verpasste sie gemeinsam mit ihrer polnischen Partnerin Teresa Bak den Sprung ins Hauptfeld, doch in der sogenannten Consolation-Runde startete das Duo anschließend eine beeindruckende Siegesserie.
Mit jeder Partie wuchs das Selbstvertrauen der Rechts-Links-Kombination. Im Finale ließ das deutsch-polnische Doppel einer Paarung aus Taiwan und China keine Chance und gewann klar mit 3:0. Unter dem Jubel zahlreicher Unterstützer sicherte sich Schneider damit den Titel in der Trostrunde.
Würdigung durch die VSG Bestensee
Über die Leistungen seiner Vereinskameradin zeigte sich auch Hardy Pöschk, Vorstandsmitglied und Vereinsgründer der VSG Bestensee, beeindruckt. Er ließ es sich nicht nehmen, die erfolgreiche Sportlerin persönlich zu ehren.
Für ihn steht fest: Wer bei einer Weltmeisterschaft ein Finale gewinnt, darf sich als Weltmeister fühlen – unabhängig davon, ob der Titel im Hauptfeld oder in der Consolation-Runde errungen wurde. Hinzu kommen die starken Resultate im Einzel und Mixed, in denen sich Schneider jeweils bis unter die besten 16 Spielerinnen beziehungsweise Paarungen der Hauptrunde vorkämpfte.
Für die VSG Bestensee ist der Auftritt in Südkorea damit ein weiterer Beleg dafür, dass auch Sportler aus der Region auf internationalem Parkett erfolgreich bestehen können.
Bilder
Veronika Schneider (2. v.r.) und ihre Doppel-Partnerin (1.v.r.). Foto: privat
Veronika Schneider (2.v.l.) und ihr Mixed-Partner (1. v.l.). Foto: privat
Mitten im Teilnehmerfeld: Veronika Schneider (r.), die für den TSV Stahnsdorf in der Verbandsoberliga antritt und zugleich Mitglied der VSG Bestensee ist. In der Altersklasse Ü55 stellte sie sich der internationalen Konkurrenz – und kehrte mit bemerkenswerten Ergebnissen zurück. Foto: privat
Veronika Schneider (vorne) neben Hardy Pöschk. Foto: privat
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