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Zeuthen: Gericht ebnet Weg für Fällung von 244 Alleebäumen

Regionales
  • Erstellt: 04.07.2026 / 08:00 Uhr von PS
Der jahrelange Streit um den Ausbau der Seestraße in Zeuthen ist entschieden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Klage gegen die grundhafte Erneuerung der Landesstraße 401 abgewiesen.

Damit kann das seit Jahren diskutierte Infrastrukturprojekt umgesetzt werden. Im Zuge der Arbeiten dürfen 244 Alleebäume gefällt werden.

Die Seestraße ist der letzte Abschnitt der L401, der bislang noch nicht grundhaft erneuert wurde. Das historische Kopfsteinpflaster verursacht seit Jahren eine hohe Lärmbelastung, zudem haben Baumwurzeln die Fahrbahn und Gehwege an zahlreichen Stellen beschädigt. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenwesen ist eine Sanierung in der geplanten Form ohne Eingriffe in den Baumbestand nicht möglich.

Bürgermeister begrüßt das Urteil

Für Zeuthens Bürgermeister Philipp Martens bringt das Urteil vor allem eines: Planungssicherheit. „Nach Jahren der Diskussionen in unserem Ort, Jahren des Wartens auf eine Entscheidung des Landes und des Gerichts besteht Klarheit. Die Maßnahme kann umgesetzt werden“, erklärte er nach der Entscheidung.

Martens hofft nun, dass die Auseinandersetzung um das Projekt beendet werden kann. „Es ist gut, dass wir nun Klarheit haben zu diesem wichtigen Infrastrukturprojekt in unserem Ort. Ich wünsche mir von allen Seiten, dass nun nach Jahren der Auseinandersetzung Ruhe einkehrt, die Entscheidung akzeptiert und konstruktiv nach vorne geschaut wird.“

Naturschützer scheitern mit ihrer Klage

Gegen den Planfeststellungsbeschluss hatte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) geklagt. Die Naturschützer wandten sich dabei nicht gegen die Erneuerung der Straße an sich, sondern gegen die geplanten Baumfällungen. Aus ihrer Sicht hätten alternative Ausbauvarianten einen größeren Teil der Allee erhalten können.

Dieser Argumentation folgte das Oberverwaltungsgericht jedoch nicht. Die Richter bestätigten die Planungen des Landes und sahen keine rechtlichen Mängel, die das Vorhaben stoppen würden.

Mehr als 400 Ersatzpflanzungen vorgesehen

Mit den Baumfällungen soll die Allee nicht dauerhaft verschwinden. Nach den bisherigen Planungen werden entlang der erneuerten Seestraße rund 250 neue Bäume gepflanzt. Hinzu kommen 168 weitere Ersatzpflanzungen an anderen Standorten. Damit soll der Eingriff in Natur und Landschaft ausgeglichen werden.

Baustart rückt näher

Durch das Gerichtsverfahren hatte sich das Bauvorhaben bereits erheblich verzögert. Eigentlich sollten die Arbeiten schon in diesem Jahr beginnen. Nach der Gerichtsentscheidung können nun die weiteren Vorbereitungen anlaufen. Mit einem Baustart wird nach derzeitigem Stand frühestens 2027 gerechnet.

Mit der Sanierung sollen die Verkehrssicherheit verbessert und die Lärmbelastung für Anwohner spürbar reduziert werden. Gleichzeitig endet damit ein Rechtsstreit, der die Gemeinde Zeuthen über viele Jahre begleitet hat.

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Für Zeuthens Bürgermeister Philipp Martens bringt das Urteil vor allem eines: Planungssicherheit.
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