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Landkreis Dahme-Spreewald: Ferienjob gesucht? Diese Regeln sollten Jugendliche und Eltern kennen
Regionales
Erstellt: 04.07.2026 / 16:00 Uhr von PS
Mit Beginn der Sommerferien werden auch im Landkreis Dahme-Spreewald wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf Jobsuche gehen.
Ob im Café, auf dem Bauernhof, beim Zeitungaustragen oder mit Nachhilfeunterricht – Ferienjobs sind für viele Jugendliche eine gute Möglichkeit, das Taschengeld aufzubessern und erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Doch bevor es losgeht, sollten Jugendliche, Eltern und Arbeitgeber einen Blick auf die gesetzlichen Vorgaben werfen.
Das Brandenburgische Arbeitsministerium erinnert daran, dass für Ferienjobs klare Regeln gelten. Ziel ist es, die Gesundheit und Sicherheit junger Menschen am Arbeitsplatz zu schützen.
Arbeitsschutz: Sicherheit hat oberste Priorität
„Ferienzeit ist traditionell Ferienjobzeit. Richtig umgesetzt, können beide Seiten davon profitieren“, sagt Arbeitsschutzstaatssekretärin Dr. Friederike Haase. Jugendliche erhielten erste Einblicke in das Berufsleben, Unternehmen könnten personelle Engpässe während der Urlaubszeit überbrücken und sich zugleich als potenzielle Ausbildungsbetriebe präsentieren.
Gleichzeitig macht Haase deutlich, dass der Schutz der Jugendlichen Vorrang habe. Arbeitgeber müssten dafür sorgen, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Ebenso seien Eltern und Jugendliche gefordert, sich vor dem Start eines Ferienjobs über die geltenden Bestimmungen zu informieren.
Wer darf überhaupt arbeiten?
Kinder unter 13 Jahren dürfen grundsätzlich keiner Beschäftigung nachgehen.
Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 15 Jahren dürfen mit Zustimmung ihrer Eltern leichte Arbeiten übernehmen. Dazu zählen beispielsweise das Austragen von Zeitungen oder Werbeprospekten sowie Nachhilfeunterricht. Erlaubt sind höchstens zwei Stunden täglich – in landwirtschaftlichen Familienbetrieben bis zu drei Stunden – und ausschließlich zwischen 8 und 18 Uhr.
Für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren gelten großzügigere Regelungen. Während der Ferien dürfen sie bis zu acht Stunden täglich und maximal 40 Stunden pro Woche arbeiten. Die Beschäftigung ist grundsätzlich zwischen 6 und 20 Uhr erlaubt und darf insgesamt vier Wochen pro Kalenderjahr nicht überschreiten.
Wochenendarbeit nur in Ausnahmefällen
Wer noch zur Schule geht, benötigt für den Ferienjob die Zustimmung der Eltern. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen mindestens zwölf Stunden Freizeit liegen.
Arbeiten an Samstagen und Sonntagen sind grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmen gelten unter anderem für Tätigkeiten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, in der Gastronomie oder in der Landwirtschaft.
Auch die Pausen sind gesetzlich geregelt: Ab einer Arbeitszeit von viereinhalb Stunden müssen mindestens 30 Minuten Pause eingelegt werden, bei mehr als sechs Stunden sind es 60 Minuten.
Gefährliche Arbeiten sind tabu
Nicht jede Tätigkeit eignet sich für Jugendliche. Verboten sind Arbeiten, die sie körperlich oder psychisch überfordern könnten. Ebenso untersagt sind der Umgang mit gefährlichen Maschinen oder Arbeiten ohne Aufsicht einer fachkundigen erwachsenen Person.
Vor Beginn eines Ferienjobs müssen Arbeitgeber Jugendliche zudem über mögliche Unfall- und Gesundheitsgefahren sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen informieren.
Weitere Informationen und Ansprechpartner
Ausführliche Informationen zum Kinder- und Jugendarbeitsschutz stellen das Brandenburgische Arbeitsministerium und das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) auf ihren Internetseiten bereit.
Bei Fragen können sich Jugendliche, Eltern oder Unternehmen außerdem an das Arbeitsschutztelefon des LAVG unter 0331 8683-444 wenden. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr, freitags bis 14 Uhr erreichbar. Alternativ beantwortet das LAVG Anfragen auch per E-Mail an arbeitsschutz.office@lavg.brandenburg.de.
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Mit Beginn der Sommerferien werden auch im Landkreis Dahme-Spreewald wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf Jobsuche gehen. Ob im Café, auf dem Bauernhof, beim Zeitungaustragen oder mit Nachhilfeunterricht – Ferienjobs sind für viele Jugendliche eine gute Möglichkeit, das Taschengeld aufzubessern und erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln.
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