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Dahme-Spreewald: Unterrichtsausfall bleibt großes Thema – Eltern und Bildungsministerium wollen gemeinsam gegensteuern

Regionales
  • Erstellt: 08.07.2026 / 08:00 Uhr von PS
Der Unterrichtsausfall an Brandenburgs Schulen bleibt ein Dauerbrenner – auch im Landkreis Dahme-Spreewald, wo viele Familien die Folgen des Lehrkräftemangels im Schulalltag spüren.

Gemeinsam wollen der Landeselternrat Brandenburg (LER) und das Bildungsministerium nun daran arbeiten, den regulären Unterricht langfristig besser abzusichern.

Fast 10.000 Unterschriften übergeben

Bildungsminister Gordon Hoffmann hat knapp 10.000 Unterschriften der Volksinitiative „Unterricht statt Ausfall – verlässliche Bildung für Brandenburg“ entgegengenommen. Zwar wurde die für eine erfolgreiche Volksinitiative notwendige Marke von 20.000 gültigen Unterschriften deutlich verfehlt, dennoch sehen beide Seiten die Aktion als wichtigen Impuls.

Nach Ansicht des Landeselternrates ist es gelungen, den Lehrkräftemangel und die daraus resultierenden Unterrichtsausfälle stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Gerade in ländlichen Regionen wie dem Landkreis Dahme-Spreewald sei das Problem schon seit Jahren spürbar.

Lehrkräftemangel beschäftigt auch den Landkreis

Für viele Schülerinnen und Schüler im Landkreis Dahme-Spreewald gehören Vertretungsstunden oder kurzfristige Stundenplanänderungen inzwischen zum Schulalltag. Der Landeselternrat betont deshalb, dass der Unterrichtsausfall nicht nur statistisch erfasst, sondern vor allem nachhaltig reduziert werden müsse.

Bildungsminister Hoffmann erklärte, jede ausgefallene Unterrichtsstunde sei eine zu viel. Schulleitungen und Lehrkräfte würden bereits alles tun, um den Unterricht abzusichern. Gleichzeitig verwies er darauf, dass das Land den Sparkurs im Bildungsbereich beendet habe und wieder zusätzliche Lehrerstellen schaffe. Vorrang habe derzeit, den Unterricht trotz des anhaltenden Fachkräftemangels möglichst zuverlässig zu gewährleisten.

Landeselternrat fordert langfristige Lösungen

Die Vertreterinnen der Volksinitiative machten deutlich, dass die Unterschriftenübergabe kein Schlusspunkt sei. Vielmehr wolle sich der Landeselternrat aktiv am vom Landtag beschlossenen Strategie- und Beteiligungsprozess beteiligen und sich weiterhin für eine verlässliche Unterrichtsversorgung einsetzen.

Ziel bleibe es, den Unterrichtsausfall dauerhaft zu verringern und allen Schülerinnen und Schülern – auch im Landkreis Dahme-Spreewald – möglichst kontinuierlichen Unterricht zu ermöglichen.

Ausfallquote leicht gesunken

Nach Angaben des Bildungsministeriums fielen im Schuljahr 2024/25 an den öffentlichen Schulen Brandenburgs rund 322.000 Unterrichtsstunden ersatzlos aus. Das entspricht 2,2 Prozent der insgesamt 14,4 Millionen Unterrichtsstunden. Im Schuljahr zuvor lag die Quote noch bei 2,4 Prozent, im ersten Halbjahr 2025/26 bei 2,1 Prozent.

Die vollständigen Zahlen zur Unterrichtsausfallstatistik veröffentlicht das Bildungsministerium regelmäßig auf seiner Internetseite: (Klick)

Bilder

Der Unterrichtsausfall an Brandenburgs Schulen bleibt ein Dauerbrenner – auch im Landkreis Dahme-Spreewald, wo viele Familien die Folgen des Lehrkräftemangels im Schulalltag spüren. Foto: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
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