Es fehlt ein Eintrag? eMail [info@meetingpoint-dahme-spreewald.de]
Königs Wusterhausen: Startschuss für die Sanierung von Mast 17 am Funkerberg
Stadtgeschehen
Erstellt: 21.07.2026 / 10:00 Uhr von EB
Der markante Sendemast auf dem Funkerberg bekommt eine Zukunft: Mit dem Beginn der Bauarbeiten am Montag ist der erste Abschnitt der umfangreichen Sanierung von Mast 17 angelaufen.
Das rund 210 Meter hohe Bauwerk zählt zu den bedeutendsten technischen Denkmalen Deutschlands und prägt seit mehr als einem Jahrhundert die Silhouette von Königs Wusterhausen. Ziel der Arbeiten ist es, die Standsicherheit des Wahrzeichens für mindestens weitere 50 Jahre zu sichern.
Zum offiziellen Baustart verschafften sich Bürgermeisterin Michaela Wiezorek, EBEG-Geschäftsführer Tanjo Schmidt sowie Vertreter der beteiligten Planungs- und Baufirmen vor Ort einen Eindruck von den anstehenden Arbeiten.
Neue Fundamente für die Abspannseile
Im ersten Bauabschnitt entstehen bis Ende des Jahres neun neue Fundamente für die sogenannten Pardunen – die Abspannseile, die den Mast sichern. Sie werden direkt hinter den bestehenden Fundamenten errichtet. Die historischen Fundamente bleiben erhalten und sollen künftig als sichtbare Zeugnisse der Technikgeschichte auf dem Gelände verbleiben.
Die neuen Fundamente erfüllen nicht nur aktuelle technische Anforderungen. Sie ermöglichen bei späteren Prüfungen auch die Befestigung sogenannter Hilfspardunen und schaffen damit zusätzliche Sicherheit für den Betrieb des Bauwerks.
Sanierung in drei Bauabschnitten bis 2028
Nach Abschluss der Fundamentarbeiten folgt die Erneuerung sämtlicher Pardunen. Gleichzeitig werden auch die Befestigungen am Mast an die heutigen technischen Regelwerke angepasst. Dieser Bauabschnitt soll bis Februar 2028 abgeschlossen werden.
Im dritten und letzten Abschnitt wird die komplette Stahlkonstruktion entlackt, auf Schäden untersucht, bei Bedarf instand gesetzt und anschließend neu beschichtet. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte die vollständige Sanierung des Mast 17 im November 2028 beendet sein.
Fördermittel in Aussicht gestellt
Für die Erneuerung der Fundamente mit einem Investitionsvolumen von rund 250.000 Euro läuft derzeit ein Förderantrag. Nach Angaben von EBEG-Geschäftsführer Tanjo Schmidt hat das Land Brandenburg eine Förderung von 70 Prozent in Aussicht gestellt. Weitere Förderanträge werden derzeit gemeinsam mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum vorbereitet.
Wahrzeichen mit besonderer Geschichte
Für Bürgermeisterin Michaela Wiezorek ist die Sanierung weit mehr als ein Bauprojekt. Der Mast 17 sei das Wahrzeichen der Stadt und stehe wie kaum ein anderes Bauwerk für die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Mit der Investition werde nicht nur ein technisches Denkmal gesichert, sondern auch ein wichtiger Teil der Identität Königs Wusterhausens bewahrt.
Der Funkerberg gilt als „Wiege des deutschen Rundfunks“. Das rund 130 Hektar große Areal gehört seit 2006 der Stadt Königs Wusterhausen und wird von der städtischen Entwicklungs- und Betreibergesellschaft (EBEG) bewirtschaftet. In den vergangenen Jahren wurden bereits das Senderhaus 1, die Kontertürme sowie das Museum Funkerberg, das erst im Juni nach umfangreicher Modernisierung wiedereröffnet wurde, saniert. Mit den Arbeiten an Mast 17 wird die Entwicklung des historischen Rundfunkstandortes nun konsequent fortgesetzt.
Bilder
Der markante Sendemast auf dem Funkerberg bekommt eine Zukunft: Mit dem Beginn der Bauarbeiten am Montag ist der erste Abschnitt der umfangreichen Sanierung von Mast 17 angelaufen.
Kommentare