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Niedrigwasser sorgt im Landkreis Dahme-Spreewald weiter für Sorgen

Regionales
  • Erstellt: 28.07.2026 / 15:00 Uhr von EB
Die anhaltende Trockenheit bringt die Spree und ihre Zuflüsse weiter unter Druck – mit spürbaren Auswirkungen auch für den Landkreis Dahme-Spreewald.

Besonders am Pegel Leibsch werden die Folgen des Niedrigwassers deutlich. Um die knappen Wasserreserven besser zu steuern, hat das Landesamt für Umwelt (LfU) jetzt eine länderübergreifende Ad-hoc-Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Brandenburg, Berlin und Sachsen einberufen.

Ziel ist es, die Wasserführung der Spree bis zum Ende des Sommers möglichst stabil zu halten und die verbliebenen Reserven in den Speichern gezielt einzusetzen.

Landkreis Dahme-Spreewald besonders betroffen

Für den Landkreis Dahme-Spreewald ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung. Seit Ende Mai werden am Pegel Leibsch-Unterpegel die vorgesehenen Mindestabflüsse dauerhaft unterschritten. Statt der angestrebten 4,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde flossen dort zuletzt im Durchschnitt lediglich 3,46 Kubikmeter. Zeitweise sank der Wert sogar auf unter zwei Kubikmeter pro Sekunde.

Die Niederschläge der vergangenen Tage sorgten zwar kurzfristig für etwas Entlastung. Am 27. Juli wurden knapp vier Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Juli-Abfluss lag im Zeitraum von 1991 bis 2020 bei 7,09 Kubikmetern pro Sekunde. Mit der angekündigten warmen und trockenen Witterung rechnen die Fachleute jedoch erneut mit sinkenden Wasserständen.

Trockenheit seit Monaten verschärft die Lage

Ursache der angespannten Situation ist ein erhebliches Niederschlagsdefizit, das bereits im vergangenen Jahr begann und sich 2026 fortgesetzt hat. Vor allem im sächsischen Einzugsgebiet der Spree fiel deutlich weniger Regen als üblich. Dadurch konnten die Talsperren im Spreegebiet bis zum Frühjahr nur etwa zur Hälfte gefüllt werden – die schlechteste Ausgangslage seit dem Trockenjahr 2020.

Bereits seit dem 1. Juni gilt deshalb die erste Stufe des Niedrigwasserbewirtschaftungskonzeptes für das mittlere Spreegebiet.

Talsperre Spremberg soll Reserven sichern

Noch bis Mitte August soll die Talsperre Spremberg einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Wasserführung leisten. Dafür ist eine zeitweise höhere Wasserabgabe vorgesehen. Gleichzeitig muss jedoch sparsam mit den verbleibenden Reserven umgegangen werden, da der Wasserstand der Talsperre trotz geringer Abgaben weiter sinkt. Parallel nutzt der Betreiber den niedrigen Wasserstand für notwendige Instandhaltungsarbeiten am Staudamm.

Abflüsse werden vorübergehend reduziert

Die neu eingerichtete Arbeitsgruppe hat sich darauf verständigt, den Mindestabfluss am Pegel Leibsch vorübergehend in einem Korridor zwischen zwei und drei Kubikmetern pro Sekunde zu bewirtschaften. Damit sollen die knappen Wasservorräte möglichst lange reichen.

Die Entwicklung der Wasserstände wird nach Angaben des Landesamtes für Umwelt fortlaufend beobachtet. Je nach Wetterlage und Niederschlägen sollen die Maßnahmen kurzfristig angepasst werden, um die Wasserversorgung im Spreegebiet – und damit auch im Landkreis Dahme-Spreewald – so gut wie möglich zu sichern.

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