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Königs Wusterhausen: Erster Christopher Street Day setzt nach Berliner Anschlag bewusst ein Zeichen

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  • Erstellt: 31.07.2026 / 16:00 Uhr von PS
Der erste Christopher Street Day (CSD) in Königs Wusterhausen wird Ende August unter besonderen Vorzeichen stattfinden. Nach dem tödlichen Anschlag am Rande des Berliner CSD haben die Ereignisse bundesweit Bestürzung ausgelöst.

Dennoch steht für die Organisatoren in Brandenburg fest: Die geplanten Veranstaltungen werden nicht abgesagt. Stattdessen sollen sie ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Demokratie und ein friedliches Miteinander setzen.

Premiere für Königs Wusterhausen

Am Samstag, 29. August, feiert Königs Wusterhausen seine CSD-Premiere. Erstmals wird damit auch im Landkreis Dahme-Spreewald für die Rechte queerer Menschen sowie für Offenheit, Respekt und gesellschaftliche Vielfalt demonstriert.

Geplant ist ein Demonstrationszug mit anschließendem Bühnenprogramm und einem Fest der Vielfalt. Der Start erfolgt am Bahnhof Königs Wusterhausen, anschließend führt die Route durch die Innenstadt bis zur Festwiese am Nottekanal. Dort sind Redebeiträge, Musik, Informationsstände und Begegnungen vorgesehen. Mit dem ersten CSD wollen die Organisatoren zeigen, dass Vielfalt und Toleranz auch außerhalb der Großstädte sichtbar gelebt werden.

Anschlag in Berlin überschattet die Vorbereitungen

Überschattet werden die Vorbereitungen von den dramatischen Ereignissen beim Christopher Street Day in Berlin. Am Rande der Veranstaltung war ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren. Anschließend kam es zu einer weiteren Angriffshandlung. Eine Frau kam ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wird die Tat als islamistisch motivierter Terroranschlag eingestuft.

Die Tat hat bundesweit eine Debatte über die Sicherheit von Großveranstaltungen ausgelöst. Auch in Brandenburg werden die bestehenden Sicherheitskonzepte deshalb noch einmal überprüft. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die An- und Abreise der Besucher sowie mögliche zusätzliche Schutzmaßnahmen in enger Abstimmung mit der Polizei.

„Gerade jetzt müssen die CSDs stattfinden“

Für Lars Bergmann, Geschäftsführer des queeren Dachverbands Andersartig e. V., ist die Konsequenz aus den Ereignissen eindeutig. Die Organisationsteams – unter anderem in Königs Wusterhausen – hielten es angesichts der jüngsten Ereignisse für umso wichtiger, dass die Christopher Street Days auf jeden Fall stattfinden.

Eine Absage stehe derzeit nicht zur Diskussion. Vielmehr solle die Sichtbarkeit der queeren Community gerade jetzt erhalten bleiben. Gleichzeitig würden die Sicherheitskonzepte gemeinsam mit den zuständigen Behörden erneut auf den Prüfstand gestellt.

Weitere CSDs in Brandenburg folgen

Mit dem CSD in Königs Wusterhausen startet am 29. August die zweite Hälfte der Pride-Saison in Brandenburg. Ebenfalls an diesem Tag findet ein Christopher Street Day in Ludwigsfelde statt. Es folgen Rathenow am 12. September sowie Bad Belzig, Hennigsdorf und Jüterbog am 19. September. Den Abschluss bildet Bernau am 26. September.

Bilder

Der erste Christopher Street Day (CSD) in Königs Wusterhausen wird Ende August unter besonderen Vorzeichen stattfinden. Nach dem tödlichen Anschlag am Rande des Berliner CSD haben die Ereignisse bundesweit Bestürzung ausgelöst. Foto: KI-generiert
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