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Königs Wusterhausen: Nuclearban-Radmarathon macht erneut Station in der Stadt
Events
Erstellt: 02.08.2026 / 11:00 Uhr von PS
Nach seiner Premiere vor zwei Jahren kehrt der Nuclearban-Radmarathon nach Königs Wusterhausen zurück. Am Samstag, 22. August, legen die Teilnehmer der bundesweiten Rennrad-Demonstration für Frieden und nukleare Abrüstung erneut einen Stopp in der Stadt ein.
Erstmals hat Bürgermeisterin Michaela Wiezorek die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen.
230 Kilometer für Frieden und Abrüstung
Die rund 230 Kilometer lange Strecke führt von Berlin über Seelow, Frankfurt (Oder), Fürstenwalde und Königs Wusterhausen zurück in die Hauptstadt. Organisiert wird die Tour von der Friedenswerkstatt Mutlangen in Zusammenarbeit mit WfF Berlin-Brandenburg und dem WHEEL DIVAS Cycling Team.
Mitfahren können interessierte Rennradfahrer weiterhin. Informationen zur Strecke, den Teilnahmebedingungen und zur Anmeldung sind auf der Internetseite www.nuclearban-tour.de zu finden.
Bürgermeisterin setzt Zeichen gegen Atomwaffen
Für Bürgermeisterin Michaela Wiezorek ist die Unterstützung des Radmarathons Teil ihres langjährigen Engagements für Frieden und Abrüstung. Als Mitglied des internationalen Netzwerks Mayors for Peace setzt sie sich regelmäßig für eine Welt ohne Atomwaffen ein.
„Frieden entsteht nicht durch Wegsehen. Er braucht Sicherheit. Er braucht Dialog. Er braucht internationale Zusammenarbeit. Kommunen können Kriege nicht beenden. Aber sie können Haltung zeigen“, erklärt Wiezorek.
Neben der Schirmherrschaft gehört sie auch zu den Erstunterzeichnerinnen eines offenen Briefes an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag. Anlass ist der 30. Jahrestag eines wegweisenden Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs (IGH).
30 Jahre nach dem IGH-Gutachten bleibt das Thema aktuell
Am 8. Juli 1996 stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Gleichzeitig verpflichtete das Gericht die Staaten dazu, ernsthafte Verhandlungen über eine vollständige nukleare Abrüstung aufzunehmen.
Anlässlich des 30. Jahrestages dieses Gutachtens haben die Friedenswerkstatt Mutlangen und das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ einen offenen Appell an die Bundesregierung und den Bundestag initiiert. Wiezorek unterstützt diese Initiative ausdrücklich.
Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI verfügen die neun Atommächte derzeit noch immer über mehr als 12.000 Atomsprengköpfe. Gleichzeitig warnen die Experten vor einem neuen atomaren Wettrüsten.
Teil eines weltweiten Städtenetzwerks
Königs Wusterhausen gehört dem Netzwerk Mayors for Peace an, das 1982 vom Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima gegründet wurde. Inzwischen engagieren sich weltweit mehr als 8.500 Städte aus 166 Ländern für die Abschaffung von Atomwaffen und eine friedlichere Welt. Allein in Deutschland gehören dem Netzwerk mehr als 900 Kommunen an.
Mit dem Nuclearban-Radmarathon möchte Königs Wusterhausen dieses Engagement sichtbar machen und zugleich ein Zeichen für Dialog, internationale Zusammenarbeit und eine Welt ohne Atomwaffen setzen. Weitere Informationen zum Radmarathon und zum offenen Brief sind auf der Internetseite der Stadt Königs Wusterhausen zu finden.
Bilder
Nach seiner Premiere vor zwei Jahren kehrt der Nuclearban-Radmarathon nach Königs Wusterhausen zurück: Radsportler Raimund Dinter im Gespräch mit Organisator Roland Blach und Bürgermeisterin Michaela Wiezorek (v.l.n.r.). Foto: Stadt Königs Wusterhausen
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